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Schwein

Die Öffentlichkeit in der Tasche

von , am
26.11.2014

Profis mit Ideen: Als einer der ersten Landwirte nutzt Marcus Holtkötter den Online-Nachrichtendienst Twitter. Als „Bauer Holti“ ist er bei Medien, Kritikern und Landwirten ein beliebter Ansprechpartner. Aber er wünscht sich mehr Beteiligung von anderen.

Immer aktiv: Marcus Holtkötter ist bei Twitter als „Bauer Holti“ bekannt. © Foto: H. Willers
Das iPhone hat er immer in der Tasche. Und auch sein Tablet-PC ist nie weit weg. Marcus Holtkötter (37) aus Altenberge im Münsterland ist immer ganz nah dran: per E-Mail, per facebook und vor allem per Twitter.
„Ich habe vor sechs Jahren angefangen zu twittern“, erklärt der Schweinehalter. Sein Vorbild war Brian Scott, der in den USA als einer der ersten Landwirte unter „Farmer’s Life“ den Kurznachrichtendienst Twitter nutzte und alle, die es interessierte, mit kurzen Nachrichten über sein tägliches Leben, seine Tiere oder seine Gedanken zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft informierte. Damit war Brian Scott ein wichtiger Botschafter für die Landwirtschaft. Marcus Holtkötter fand: Das brauchen wir in Deutschland auch. Und so meldete er sich unter dem Benutzernamen „Bauer Holti“ an und zwitscherte los. Inzwischen ist er ein wichtiger Botschafter für die Branche.

Mehr Beteiligung erwünscht

Außer „Bauer Holti“ gibt es bislang wenige Landwirte, die den Schritt in die sozialen Netzwerke gewagt haben. Denn einerseits macht es natürlich Arbeit, andererseits öffnet man sein Hoftor – zumindest virtuell – auch für Kritiker. Tierhaltungsgegner und -aktivisten sind sehr aktiv in den sozialen Netzwerken. Auch Marcus Holtkötter hat sich schon so einige Wortgefechte mit ihnen geliefert. „Aber es ist wichtig, dass die Landwirtschaft und gerade die Tierhalter hier eine Stimme haben!“ Daher wünscht er sich mehr Landwirte, die mitmachen, denn so wird die Stimme der Landwirtschaft mehr Beachtung finden. jd
Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Dezember 2014 erschienen.
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