Login
Geflügelpest

Vogelgrippe: Kennzeichnung der Freiland-Eier geregelt

von , am
08.02.2017

Vorgabe zur Kennzeichnung von Eiern aus Freilandhaltung nach Ablauf der 12-Wochenfrist erzielt.

Eier auf Eierkarton
Die Kennzeichnung von Eiern aus Freilandhaltung nach Ablauf der 12-Wochenfrist ist geregelt. © dlz agrarmagazin / Martina Hungerkamp

In vielen Regionen ist die 12-Wochenfrist abgelaufen beziehungsweise steht kurz davor. Sie regelt, dass Eier aus der Freilandhaltung im Fall einer Stallpflicht für zwölf Wochen weiter als Freilandeier vermarktet werden dürfen. Da die Vogelgrippe weiter anhält, musste eine Lösung gefunden werden.

Jetzt hat der KAT-Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) bei dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Zustimmung für eine einheitliche und praktikable Lösung für die Kennzeichnung und Printung von Eiern aus Freilandhaltung nach Ablauf der 12-Wochenfrist erzielt. Konkret hat das BMEL der nachfolgenden Vorgehensweise zugestimmt und die Rechtskonformität bestätigt:

  • Bei Überschreitung der 12-Wochenfrist werden die in den KAT-Freilandbetrieben erzeugten Eier als Bodenhaltungs-Eier mit der Haltungsform „2“ geprintet.
  • Bei Abgabe dieser Eier an den Lebensmitteleinzelhandel beziehungsweise die Verbraucher kann die bisherige Freilandverpackung nur unter der Bedingung weiterverwendet werden, wenn sie mit einem eindeutig auf die Bodenhaltung hinweisenden Zusatzetikett mit dem Inhalt „Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)“ gekennzeichnet wird. Zur Vermeidung von möglichen Irreführungen sind Hinweise auf eine Freilandhaltung unkenntlich zu machen. Der vorhandene Hinweis auf Eier aus „Freilandhaltung“ muss auf der Verpackungsoberseite durch das neue Etikett überdeckt werden.
  • Darüber hinaus ist dieser Zusatz ab sofort auch auf der KAT-Internetseite „was-steht-auf-dem-ei.de“ bei der Abfrage der jeweiligen Printnummer aufgeführt.

Diese Vorgehensweise bezieht sich ausdrücklich nur die Kennzeichnung und Printung der Eier aus Freilandhaltung nach Ablauf der 12-Wochenfrist.

Auch interessant