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dlz-Aktuell

Tierhaltungsverbot verhängt

von , am
11.12.2014

Noch ist es nicht rechtskräftig, aber die Veterinärbehörde in Sachsen-Anhalt hat gegen den bundesweit tätigen Schweine- und Sauenhalter Adrianus Straathof ein sofortiges Tierhaltungs- und Betreuungsverbot ausgesprochen.

© Hungerkamp
Laut dem Magazin Stern haben Straathofs Anwälte umgehend widersprochen. Mit diesem Beschluss und dem nun folgenden Gerichtsverfahren soll endlich Klarheit und Rechtssicherheit in dem Fall Straathof erreicht werden, kommentiert Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern, die aktuellen Entwicklungen.

Aufgrund der Einreichung der Klage ist der Beschluss noch nicht rechtskräftig. Außerdem bezieht er sich lediglich auf eine Person und nicht gegen das Unternehmen. Das heißt auch, dass die Betriebe weiter arbeiten dürfen und es nicht zu weiteren Maßnahmen, wie Bestandsräumungen kommen kann. Backhaus hofft aber, dass sich die Geschäftspraktiken grundlegend ändern werden und nicht nur ein Strohmann gefunden wird, der weiter macht als wäre nichts geschehen.

Vorausgegangen ist dem Verbot eine dreitägige Durchsuchung des Betriebs Gladau bei Genthin durch die Staatsanwalt Stendal im März 2014. Der Stern berichtet weiter, dass es in dem Bescheid heißt, die Veterinäre des Landkreises Jerichower Land hatten hier und in einer weiteren Straathof-Anlage "jahrelang" und "immer wieder erhebliche tierschutzrechtliche Verstöße festgestellt“.
 
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