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Tierwohl: ISN macht Druck auf Drückeberger

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von , am
11.05.2015

Die ISN startet die Kampagne "Wanted - mehr Geld für mehr Tierwohl", um die bislang nicht in den Topf der Initiative Tierwohl einzahlenden Unternehmen aus Einzelhandel, Fleischerhandwerk und Gastronomie ins Boot zu holen.

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Wegducken gilt nicht, die Schweinehalter haben geliefert und viel investiert – jetzt müssen sie dafür auch den verdienten Ausgleich bekommen, verlangt die ISN. Denn bei der Brancheninitiative Tierwohl wollen mehr als doppelt soviel Schweinehalter mitmachen,. Aber nur für die Hälfte ist Geld da. Der zweite Vorsitzende der ISN, Philipp Schulze Esking, ist Projektpate der Werbekampagne.
 
Laut Philipp Schulze Esking ist das Ziel klar: "Das Finanzvolumen muss so erweitert werden, dass alle Betriebe auf der Warteliste ihre Leistung für mehr Tierwohl bezahlt bekommen können." 
 
So mache es wenig Sinn, ausgerechnet die Unternehmen des Einzelhandels wie Aldi, Lidl, Edeka usw. in den Fokus zu stellen, die bereits einzahlen. Die ISN wolle sich auf diejenigen konzentrieren, die sich bislang weggeduckt haben. Auch diese noch nicht beteiligten Unternehmen aus dem Einzelhandel müssen endlich ihr Bekenntnis zu mehr Tierwohl abgeben. Das sind beispielsweise die Unternehmen Norma, Citti, Famila, K+K, usw. Gleiches gilt für Unternehmen, die bislang wenig im Fokus waren - die Wursthersteller, das Fleischerhandwerk mit ihren Fachgeschäften und die Systemgastronomie, wie McDonalds oder IKEA.
 

VW hat noch was gut zu machen

Vor allem der Volkswagen-Konzern könnte mit der Teilnahme als großer Kantinenbetreiber und Wursthersteller wieder ein Stück auf die Schweinehalter zugehen und für mehr "Volks-Tierwohl" sorgen. "Denn der Groll auf den Konzern ist aufgrund dessen jüngster Polemik gegen die Tierhaltung immer noch sehr groß", macht Schulze Esking deutlich. 
 
Um den Druck auf die Systemgastronomie zu erhöhen, will die ISN zunächst Plakate an den Zufahrtsstraßen von Filialen der Unternehmen IKEA und McDonalds sowie vor größeren VW-Vertretungen aufstellen. Auf den Plakaten spricht die ISN diese Unternehmen kurz, prägnant und ganz gezielt mit ihren eigenen Inhalten an und fordern sie zur Teilnahme an der Initiative auf. 
 
Schulze Esking fordert daher Berufskollegen auf, die ISN bei diesem Projekt zu unterstützen, damit möglichst viele Plakate aufgestellt werden können. 
 
Haben Sie eine geeignete Fläche, die Sie der ISN zur Verfügung stellen können? Oder können Sie geeignete Fläche vermitteln? Dann teilen Sie dies per Fax ( 05491/9665-19) oder per E-Mail (isn@schweine.net) mit.
 
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