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Tierwohl: Schmidt folgt Wirtschaft

von , am
18.09.2014

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die angekündigte Unterstützung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt für die "Initiative Tierwohl" der Wirtschaft, die ab Januar 2015 von der Praxis umgesetzt wird. [[mehr]] Das betonte Bernhard Krüsken, Generalsekretär des DBV, in einer ersten Reaktion auf das heute von Minister Schmidt vorgestellte Eckpunktepapier der Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“.
 
Mit der hier beschriebenen, bereits im Koalitionsvertrag angekündigten Tierwohloffensive der Bundesregierung folgt Bundesminister Schmidt nach Meinung von Generalsekretär Krüsken in vielen Punkten dem Ansatz der Wirtschaft. Diese hat bereits mit der freiwilligen „Initiative Tierwohl“, die gemeinsam von Erzeugern, Schlachtbranche und Lebensmitteleinzelhandel ins Leben gerufen wurde, Maßnahmen erarbeitet, um das Tierwohl in deutschen Ställen über den gesetzlichen Standard hinaus deutlich zu verbessern. 

Drohungen sind nicht nützlich

Kritisch merkte DBV-Generalsekretär Krüsken daher an, dass die Androhung von Ordnungsrecht die Anstrengungen der gesamten Lebensmittelkette in der Initiative Tierwohl eher konterkariere als sie zu fördern. Entscheidend ist nach Ansicht von Krüsken zudem, dass durch einen "gut gemeinten" Beitrag zum Tierschutz, wie der Verzicht auf das Kupieren von Schwänzen, nicht ein neues Tierschutzproblem geschaffen werden darf. Klar müsse sein, dass der Verzicht auf Eingriffe am Tier nur dann umsetzbar sei, wenn die Wissenschaft gleichzeitig praktikable Lösungen für die Tierhaltung anbiete. 
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