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TTIP: Agrarausschuss hält an Spezialitäten fest

von , am
16.01.2015

MdB Johannes Röring ist neuer Präsident im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV). © Bockholt
"An den geschützten geographischen Herkunftsbezeichnungen der EU für regionale Lebensmittelspezialitäten wird nicht gerüttelt. Dies wurde in der heutigen Ausschusssitzung noch einmal deutlich." [[mehr]]
 
Das machten der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp und der zuständige Berichterstatter Johannes Röring anlässlich der gestrigen Debatte im Agrarausschuss um das europäisch-amerikanische Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP) deutlich. Münsterländer Knochenschinken, Kölsch und Aachener Printen werde es weiterhin in der bewährten Art und Weise geben. Generell stehe eine Aufweichung von europäischen Verbraucherschutz- und Qualitätsstandards im Zuge der Abkommensverhandlungen überhaupt nicht zur Debatte.
 
Qualitäts- und Gesundheitsstandards hätten auch bei TTIP oberste Priorität. Der Grundsatz der Bundesregierung von Klarheit und Wahrheit bei Lebensmitteln muss bei Herkunftsbezeichnungen ebenso gelten wie bei Herstellungsverfahren. Der Verbraucher muss umfassend informiert werden, auch in der Frage der Verwendung von Gentechnik. Deshalb fordern die beiden Abgeordneten eine durchgängige Prozesskennzeichnung für Produkte, bei denen gentechnisch veränderte Zutaten zum Einsatz kommen.
 
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