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dlz-Aktuell

Über 5.000 ha Rüben neu gesät

von , am
27.04.2015

In den vergangenen zwei Wochen mussten Landwirte doch deutlich mehr Rübenflächen als zunächst angenommen umbrechen und neu säen.

© landpixel
Ursache war fast ausnahmslos eine starke Verschlämmung und Verkrustung nach dem Regen vor Ostern. Mit Stand vom 24. April 2015 beträgt die gesamte Neusaatfläche im Bereich des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes Zuckerrübe (LIZ) ca. 5.000 ha, einzelne Flächen dürften noch hinzukommen.
 
Die Regionen sind sehr unterschiedlich betroffen: In Nordstemmen sind es 1.500 ha, in Schladen 1.000 ha und in Clauen 500 ha. Im Westen wurde vor dem großen Karwochen-Regen zwar relativ wenig gesät, aber ein großer Teil davon musste neu gesät werden, 450 ha in Euskirchen, 300 ha in Lage und je 200 ha in Appeldorn und Jülich.
 
In den östlichen und nördlichen Anbauregionen waren dagegen kaum Neusaaten notwendig. Das aktuelle Jahr ist somit seit Start der LIZ Neusaat-Statistik das Jahr mit der drittgrößten Neusaatfläche im LIZ-Gebiet. Die traurigen Rekorde liegen mindestens 10 Jahre zurück: 2005 mit 9.982 ha, vornehmlich in den Regionen Anklam, Güstrow und Klein Wanzleben, und 2003 mit 6.649 ha, hauptsächlich im Rheinland. In beiden Jahren war Frost die Ursache.
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