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dlz-Aktuell

Über 70 Mio. Euro Hagelschäden

von , am
24.07.2015

Platzregen, Hagelschlossen bis zur Größe von Tennisbällen und Orkanböen haben vor allem im Juli in der Landwirtschaft zu Schäden in Millionenhöhe geführt.

© Vereinigte Hagel
Seit Monatsbeginn verging kein Tag, an dem keine Schäden durch Hagel oder Sturm gemeldet wurden. 30.000 geschädigte Positionen mit einer Gesamtfläche von etwa 150.000 ha wurden in den letzten drei Wochen der Vereinigten Hagelversicherung gemeldet. Deren Vorstandsvorsitzender Dr. Rainer Langner schätzt die deutschlandweite Schadensumme seit Jahresanfang mittlerweile auf rund 70 Millionen Euro, die die Versicherung ersetzte.
 
Hinzu kommen noch die Schäden auf unversicherten Flächen. Betroffen sind alle angebauten Kulturen, vor allem aber Raps, Getreide, Kartoffeln, Rüben und Mais. Die durch die Greeningvorschriften verstärkt angebauten Hülsenfrüchte wurden ebenfalls in großem Maße zerstört. Hinzu kommen die Schäden in Sonderkulturen wie Obst, Gemüse, Wein und Hopfen.

Teilweise Totalverlust bei Raps

Die festgestellten Schadenquoten reichen gerade bei den druschriefen Rapsbeständen häufig bis hin zu Totalverlusten. Hagel häufig von Sturm begleitet Der Hagelschlag war wie bei vielen Unwettern meist von schweren Sturmböen begleitet. Die Schadenregulierung hat gezeigt, dass die Entschädigung für Betriebe die neben Hagel auch Sturm abgesichert haben, beispielsweise bei Weizenbeständen um etwa ein Viertel höher lag als bei Betrieben, die sich ausschließlich gegen Hagel versichert haben.
Von den Unwettern verschont blieb in diesem Jahr kaum eine Region in Deutschland, besonders schwer getroffen wurden jedoch die Bezirksdirektionen Berlin, Gießen und Alzey sowie der Süden Deutschlands, teilt die Vereinigte Hagel mit. 
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