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Umweltbundesamt fordert mehr Ökolandbau

von , am
09.04.2015

Um die landwirtschaftlichen Emissionen deutlich zu verringern, fordert das Umweltbundesamt auf ökologischen Landbau umzustellen.

Das sei ein wesentlicher Beitrag, um umweltbelastende Stoffausträge in die Umwelt zu verringern. Verbessern ließe sich diese Bilanz durch effizienten Verbrauch von Stickstoff und Phosphor, die Begrenzung der Nährstoffüberschüsse, eine Flächenbindung der Tierhaltung sowie ein besseres Stallmanagement nebst Lagerung und Ausbringung von Düngern.  
 
Während in den letzten 30 Jahren die meisten Branchen durch Innovation und technischen Fortschritt große Erfolge bei der Reduzierung der Stoffeinträge in die Umwelt erreichen konnten, zeigen sich bei den landwirtschaftlichen Emissionen nur geringe Verbesserungen, stellt das Umweltbundesamt dar. Seit Jahren staginiere der Stickstoffüberschuss mit 97 kg N/ha auf hohem Niveau. Die Nitratbelastung des Grundwassers sowie die Nährstoffüberversorgung (Eutrophierung) von Flüssen, Seen und Meeren sei vor allem auf die intensive Stickstoffdüngung zurückzuführen.
 
 

7,5 Prozent Anteil an Treibhausgasemissionen

Durch Pflanzenschutz- und Düngemittel werden Schwermetalle, Schadstoffe und Arzneimittel aus der Intensivtierhaltung in die Umwelt emittiert. Folgen sind Artenverlust und Emissionen klimawirksamer Treibhausgas durch Grünlandumbruch, Moornutzung und Rodung der Wälder, durch Ausbringung von Düngemitteln sowie Bodenbearbeitung und Tierhaltung. 2012 emittierte die Landwirtschaft ca. 7,5 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen. Damit belegen landwirtschaftliche Emissionen den zweiten Platz nach der stationären und mobilen Verbrennung zur Energieerzeugung mit 84 Prozent. Drittplatzierte Emissionen sind die 7,2 Prozent aus Industrieprozessen. 
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