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US-Sammelklage gegen Syngenta

von , am
08.10.2014

Maisfarmer in den USA haben eine Sammelklage gegen Syngenta eingereicht. Sie fordern Schadenersatz für Verluste im Export nach China. Die Volksrepublik hatte Maislieferungen aus den USA ab November 2013 zurückgewiesen, weil sie die in China nicht zugelassene Syngenta-Genmaislinie Agrisure Viptera (MIR 162) enthielt.

© Syngenta
Die amerikanischen Maisanbauer werfen Syngenta vor, den Genmais in den USA ab 2011 zum Anbau angeboten zu haben, obwohl das Unternehmen habe wissen müssen, dass dadurch die wichtigen Maisexporte nach China gefährdet würden. Syngenta sei darüber informiert gewesen, dass Peking die Viptera-Linie nicht kurzfristig zur Einfuhr zulassen werde.
 
Tatsächlich hat MIR 162 bis heute keine Importfreigabe. Der Nationale Getreide- und Futterverband (NGFA) beziffert den Schaden für die amerikanischen Exporteure und Maisanbauer auf umgerechnet bis zu 2,2 Milliarden Euro. Die Sammelklage wurde von Farmern angestrengt, die keinen Mais der Linie MIR 162 angebaut haben.

Auch Cargill klagt

Mitte September hatten bereits der Rohstoffhändler Cargill und ein weiteres Exportunternehmen gegen Syngenta in dieser Sache geklagt. Cargill entstand nach eigenen Angaben ein Schaden dadurch, dass mehrere Schiffsladungen Mais von den chinesischen Behörden zurückgewiesen wurden. Konkret soll es sich um rund 1,4 Millionen Tonnen Mais handeln. Der Schaden könnte annähernd 70 Millionen Euro betragen.
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