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Viele Rübenanbauer schieben Mengen auf 2015

von , am
21.10.2014

Rübenroder in Norddeutschland © Nordzucker
Nach der aktuellen LIZ-Umfrage zum Rübenvortrag haben sich bereits über 50 Prozent der Teilnehmer für einen Rübenvortrag 2014 auf 2015 entschieden. [[mehr]] Der überwiegende Anteil möchte alle Überrüben vortragen und damit im Bereich von Pfeiffer & Langen zusätzlich Lagerkosten für die Vortragsrüben sparen. Unschlüssig sind noch 17 Prozent der Umfrage-Teilnehmer. Nur ein Viertel wollen die Vortragsmöglichkeit nicht nutzen.
 
Bei der Frage nach der Wirtschaftlichkeit des Rübenvortrags ist unter anderem der LIZ-Rübenvortrags-Rechner hilfreich, den Landwirte online oder über Berater in den Zuckerfabriken nutzen können. Auf jeden Fall sollten Landwirte bei einem Rübenvortrag die Rübenfläche 2015 entsprechend einschränken, weil es die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht.

Ab 125 Prozent Überschuss alles übertragen

Unternehmensberater Hans-Jürgen Hölzmann, LWK Nordrhein-Westfalen, Kreisstelle Düren, empfiehlt Landwirten pauschal: "Überschussrüben über 125% (Ü3) können relativ bedenkenlos vorgetragen werden, da eine bessere alternative Verwertung der Flächen ab einen Alternativ-Deckungsbeitrag von 300 Euro/ha im kommenden Jahr relativ sicher erscheint."
Bei Überschussrüben zwischen 105 bis 125% (Ü2) müssen Landwirte sorgfältig abwägen. Zu deren Vortragsvorzüglichkeit muss der Deckungsbeitrag der Alternativ-Kultur über 600 Euro/ha liegen. Unabhängig von der einzelbetrieblichen Beurteilung ist im gesamten Anbaugebiet beim nächsten Anbau eine Reduzierung der Zuckerrübenanbaufläche vorzunehmen, um aus der Zuckermarktordnung resultierende (finanzielle) Nachteile zu vermeiden.
"Neben der Winterweizen-Alternative sind je nach Fruchtfolge auch Mais und Leguminosen (insbesondere wenn man noch die Greening- Effekte beachtet) als Alternative in Erwägung zu ziehen", rät Hölzmann.  Um in der einzelbetrieblichen Bewertung noch exakter zu werden, muss aber jeder Landwirt betriebsindividuell kalkulieren.
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