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dlz-Aktuell

Vion muss nicht alle Schlachthöfe verkaufen

von , am
04.11.2014

Bernd Stange, Vion COO Beef, betont, die Stärkung der Marke „Nocker“ stehe für Vion im Fokus. © Koch
Vion dementiert die jüngsten Medienberichte, wonach der Konzern alle 34 deutschen Standorte verkaufen muss. [[mehr]] Auf Anfrage des dlz agrarmagazins legte Vion-Manager Bernd Stange klar, dass "uns nichts von anstehenden Verkäufen bekannt sei". 
 
Außer dem beschlossenen Sanierungskonzept im süddeutschen Raum stünden keine weiteren Verkäufe an. Zudem geht Vion davon aus, die Umstrukturirung der Schlachthöfe planmäßig durchführen zu können. Dafür will Vion in diesem Jahr rund 30 Mio. € im Süden investieren. 
Allerdings fehlt Vion für die geplanten Gesamtinvestitionen von 100 bis 150 Mio. € in den kommenden zwei Jahren, die der Konzern Mitte des Jahres bekanntgab, offenbar noch die Zusage der Banken. "Die Gespräche sind in einem intensiven Stadium", heißt es dazu von Vion. Seit Mitte des Jahres schon verhandelt Vion mit den Banken darüber.
 
Wie Vion die Umstrukturierung im Süden ohne Bankenhilfe durchziehen will, ließ Stange offen. "Die Finanzierung der angelaufenenen Maßnahmen ist eine interne Angelegenheit des Konzern", so Stange.   

Berichte aus den Niederlanden

Am Wochenende hatte die niederländische Zeitung "Financieele Dagblad" berichtet, dass Vion alle 34 deutschen Standorte verkaufen müsste. Ursache seien laut der Zeitung finanzielle Probleme. Für die Sanierung und Umstrukturierung des Konzerns fehle Vion das Geld. Die Banken wollten keine weiteren Kredite mehr bewilligen, heißt es dort.  
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