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Vogelgrippe: Hoher Schaden in den Niederlanden

von , am
26.11.2014

Rund 10 Millionen Euro Schaden verursacht die Vogelgrippe derzeit jede Woche in der niederländischen Geflügelwirtschaft. Das schätzt das agrarökonomische Institut der Universität Wageningen (LEI).

© landpixel
Der wirtschaftliche Schaden entsteht vor allem durch die Vernichtung von Geflügelbeständen und die Stilllegung von Geflügelschlachtereien. Außerdem kommen die seuchenhygienischen Schutzmaßnahmen vor allem die Brütereien und Vermehrer mit einem wöchentlichen Schaden von 3 Millionen Euro teuer zu stehen. Ursache ist in erster Linie, dass Drittstaaten ihre Grenzen für Geflügelzuchterzeugnisse aus den Niederlanden geschlossen haben. Nicht berücksichtigt in der groben Schätzung sind unter anderem die Verluste, die rund 175 niederländischen Milchviehbetrieben mit zusätzlicher Geflügelhaltung entstehen. Die Milchabholung von diesen Betrieben war wegen der grippebedingten Transportverbote vorübergehend unterbrochen. Inzwischen ist die Milchabholung unter besonderen Auflagen wieder möglich.
 
Die niederländische Agrarstaatssekretärin Sharon Dijksma hat das Land zur Eindämmung der Vogelgrippe in vier Sektoren aufgeteilt. Masttiere zur Schlacht in den Niederlanden dürfen nur noch innerhalb des Sektors geschlachtet werden, in dem sie gehalten wurden. Weil die Schlachtkapazitäten im östlichen Landesteil nicht ausreichen, gibt es zusätzlich einen Transportkorridor über die Autobahn nach Westen. Transporte durch diesen Korridor müssen vorab bei der Lebensmittel- und Veterinärbehörde NVWA angemeldet werden.
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