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Von wegen Umweltschutz

von , am
21.09.2015

Vor knapp einem halben Jahr zog der VW-Konzern den Unmut der Landwirte auf sich. Vor allem die Nutztierhalter fühlten sich von der Kampagne "Vital - Vegetarisch - Vegan" in den Restaurants der Autostadt in Wolfsburg angegriffen und sahen ihren Ruf zu unrecht geschädigt. Grund waren verzerrte, größtenteils negative Aussagen zur Tierhaltung auf der Homepage. Jetzt muss VW selbst um ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit fürchten.

© Hungerkamp
Grund ist die Abgas-Affäre in Amerika. VW-Chef Winterkorn gab gezielte und massive Manipulationen zu. Mit Hilfe einer Spezialsoftware wurden die Werte geschönt. Die US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) leitete deshalb eine Untersuchung gegen VW ein. Es geht um den Verstoß gegen das Klimaschutzgesetz. Daraufhin stoppt das Unternehmen den Verkauf manipulierter „Clean-Diesel“-Motoren in den USA. Es drohen Strafzahlungen von mehr als 18 Milliarden Dollar. Auch könnte es laut der Süddeutschen Zeitung zu Sammelklagen von US-Autohaltern kommen. Vom Imageschaden ganz zu schweigen.
Die Aktie des weltgrößten Autoherstellers brachen aufgrund des Skandals sofort um bis zu 20 Prozent ein, der Konzern verlor rund zwölf Milliarden Euro an Börsenwert. Laut der Süddeutschen Zeitung entspräche das in etwa dem gesamten Marktwert der Commerzbank.
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