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Mit Welthandel Geld verdienen

von , am
20.04.2015

Der internationale Agrarhandel bietet hervorragende Perspektiven und sichert Einkommen und Beschäftigung zu Hause. Beim Markforum der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) sprach sich Prof. Michael Schmitz für ein Engagemant am Weltmarkt aus.

© Heudorfer
Laut Schmitz bietet die deutsche Landwirtschaft gemeinsam mit ihren Marktpartnern beste Vorraussetzungen um erfolgreich am internationalen Agrarhandel teilzunehmen.  Er erklärte, es sei wichtig, auf die Region zu schauen, aber die internationalen Märkte im Hinterkopf zu haben. Seiner Ansicht nach führt die gesellschaftlich verengte Diskussion zwischen Globalisierung versus Regionalisierung nicht weiter. Auch sei es nicht Aufgabe der Politik, eine der Optionen fördern oder zu diskriminieren.
Würde die Politik weitgehend geschlossene Kreisläufe erzwingen, hätte das erhebliche volks- und betriebswirtschaftliche Kosten zur Folge. Wertschöpfung würde dadurch in der Weltwirtschaft, die sich arbeitsteilig und dynamisch entwickelt, vernichtet.



Drastischer Rückgang in Tierproduktion

Als Flaggschiffe des deutschen Agrarexports bezeichnete Schmitz Milch- und Fleischexporte. Gerade deshalb müsse die typisch deutsche Diskussion zum Thema Tierwohl Sorge für den Agrarstandort Deutschland bereiten. Es bestehe die Gefahr, gerade bei den Produkten die am exportstärksten sind, die Axt anzulegen um das Tierwohl zu fördern. Schmitz geht in diesem Zusammenhang von Mehrkosten von von drei bis fünf Mrd. Euro pro Jahr aus. So könnte die deutsche Schweineproduktion um bis zu 37 Prozent und die Rindfleischerzeugung um bis zu 13 Prozent sinken.
 
"Tierschutz muss mit Augenmaß und mit den Landwirten und nicht gegen sie betrieben werden." erklärte Schmitz. Die Politik in Deutschland sollte generell einmal innehalten und das Ausmaß an Regulierung und Bürokratie überdenken.
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