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Weniger Antibiotika in Österreichs Ställen

von , am
04.09.2015

Die Nutztierbauern in Österreich setzen immer weniger Tierantibiotika ein. Von 2010 (62,02 t) bis 2014 ist die Abgabemenge um fast zehn Tonnen gesunken. Laut vorläufiger Erfassung des Gesundheitsministeriums (BMG) und der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) in Wien kamen 2014 nur mehr 52,17 t Tierantibiotika zum Einsatz.

© landpixel
Den signifikantesten Rückgang gab es zwischen 2010 und 2011 (53,44 t). Diese Einsparung wird vom obersten Staatsveterinär Dr. Ulrich Herzog auf die Einführung der Circovirus-Impfung im Schweinesektor zurückgeführt. Seit 2011 zeigt der Mengenverlauf keine klare Tendenz (2013 gab es eine leichte Erhöhung gegenüber 2012) und stagniert bei etwas über 50 Tonnen pro Jahr.
 
Basis für die Datenerfassung sind die Meldungen gemäß der Mengenstromverordnung. Die Abgaben an öffentliche Apotheken sind laut BMG zwar noch zu analysieren, ebenso allfällige Meldeüberschneidungen zwischen den Abgaben der Arzneimittelhersteller an die Tierärzte direkt, beziehungsweise im Wege von Großhändlern. Dies wird das Ergebnis für 2014 aber nur geringfügig ändern. Die Detailauswertung aller erhobenen Daten soll im Rahmen des Antibiotika-Tages an der VetMed-Uni Wien im November präsentiert werden.
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