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Weniger Ökofläche in 2014

von , am
14.07.2015

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland fast 1,05 Mio. ha Fläche von 23.398 Bio-Landwirten bewirtschaftet. [[mehr]] Das geht aus den Jahresmeldungen der Länder über den ökologischen Landbau 2014 hervor, die dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft jetzt vorliegen.
 
Damit ist erstmals das Wachstum der Öko-Fläche gebremst. Denn gegenüber 2013 ist die Fläche um rund 1,3 Prozent gesunken. Vor allem in Norddeutschland gingen die Öko-Flächen zurück. Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen verbuchen fünf Prozent weniger Anbaufläche. In Schleswig-Holstein sind es acht Prozent. Der größte Rückgang fand jedoch mit zehn Prozent weniger Ökofläche in Thüringen statt.
Damit betrug der Anteil der Bio-Betriebe an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe im vergangenen Jahr 8,2 Prozent, der Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche betrug 6,3 Prozent.
 

Mehr Bio-Verarbeiter

Der Bio-Sektor umfasste 2014 insgesamt 35.927 Erzeuger, Verarbeiter, Aufbereiter, Importeure und Handelsunternehmen. Diese werden alle von privaten staatlich zugelassenen und von den Ländern überwachten Öko-Kontrollstellen nach den strengen Regeln der EU-Öko-Verordnung kontrolliert und zwar mindestens einmal jährlich oder zusätzlich durch risikoorientierte und unangekündigte Stichprobenkontrollen.
 
Ein deutlicher Zuwachs ist bei den Betrieben, die Bio-Produkte verarbeiten und importieren zu verzeichnen. Mit 1.020 waren hier 11,48 Prozent mehr Betriebe als im Vorjahr tätig. Die reinen Handelsunternehmen verzeichnen bei einer Anzahl von 2.527 einen Zuwachs von 9,78 Prozent. Auch die Zahl der ausschließlich verarbeitenden Betriebe im Öko-Sektor liegt rund 3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Insgesamt waren in diesem Sektor 8.477 Bertriebe tätig.
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