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dlz-Aktuell

Weniger Raps ausgesät

von , am
12.11.2014

Die deutschen Landwirte haben dieses Jahr weniger Raps ausgesät als im Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Ufop hervor. [[mehr]] Befragt wurden 4.809 Landwirten im September/ Oktober 2014. Daraus leitet sich ein Anbaufläche für Winterraps von rund 1,3 Millionen Hektar ab. Im Vergleich zur Erntefläche 2014 bedeutet dies einen leichten Rückgang des Anbaus um bundesweit 5,2 Prozent oder 72.827 Hektar. Die Anzahl der rapsanbauenden Betriebe zur Ernte 2015 sinkt um 2,3 Prozent.
 
Der Flächenrückgang betrifft alle Bundesländer mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz/ Saarland, wo ein leichter Anstieg mit +1,4 Prozent (+694 Hektar) prognostiziert wird. Die stärksten Anbaurückgänge zeigen sich im Süden und Nordwesten mit Baden-Württemberg (–14,4 Prozent bzw. –7.707 Hektar) und Nordrhein-Westfalen (–13,1 Prozent bzw. –9.019 Hektar).
 
Ebenfalls überdurchschnittliche Anbaurückgänge weisen Bayern mit –7,5 Prozent (–9.278 Hektar), Niedersachsen mit –6,9 Prozent (-8.857 Hektar), Mecklenburg-Vorpommern mit –6,4 Prozent (–15.707 Hektar) und Schleswig-Holstein mit –6,0 Prozent (–6.018 Hektar) auf. In anderen Bundesländern haben die Landwirte nur den Anbau nur gering eingeschränkt.

Weitere Umbrüche möglich

Vier Prozent der Betriebe haben bereits Rapsflächen umbrechen müssen (durchschnittlich 9 Hektar). Dies liegt leicht über dem Niveau des Vorjahres. Allerdings erwarten noch fünf Prozent der Betriebe, weitere Flächen umbrechen zu müssen. Auch dieser Wert liegt leicht über dem Vorjahr.
 
Ergänzend bleibt festzuhalten, dass sich der frühe, regional starke bis sehr starke Schädlingsdruck und die in Folge des vorläufigen Verbotes der neonicotinoiden Saatgutbeizung aufgetretenen Pflanzenschäden bislang noch nicht in bundesweit überproportional hohen Umbruchraten niedergeschlagen haben. Da von der Kleinen Kohlfliege oder vom Rapserdfloh stark befallene, derzeit auf den ersten Blick noch vital aussehende Rapspflanzen jedoch in den nächsten Wochen und Monaten noch absterben können, sind weitere Einzelpflanzenverluste sowie Umbrüche ganzer Schläge nach Winter zu befürchten. Darüber hinaus ist das Ertragsniveau vorgeschädigter Rapspflanzen – trotz des bekannt guten Kompensationsvermögens – in Abhängigkeit vom Umfang der Schädigung begrenzt. 

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