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dlz-Aktuell

Wirtschaftliche Lage deutlich verschlechtert

von , am
15.01.2015

Nach den Ergebnissen des Konjunkturbarometers Agrar für Dezember hat sich die wirtschaftliche Stimmungslage der deutschen Landwirtschaft weiter verschlechtert.

In der vorangegangenen Erhebung im September 2014 waren die Werte des Konjunkturbarometers bereits regelrecht eingebrochen. Zugleich ist auch die Investitionsbereitschaft für das 1. Halbjahr 2015 drastisch um etwa ein Viertel zurückgegangen. [[mehr]]
 
Aktuell ist der Konjunkturindex gegenüber September 2014 von 19,2 auf 16,7 Punkte weiter zurückgegangen. Im Juni 2014 lag dieser Wert noch bei 30,7 Punkten. Nach den Ergebnissen der Dezember-Erhebung hat sich die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage weiter deutlich eingetrübt, während die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung im Durchschnitt der Betriebe gleichbleibend ungünstig beurteilt wird.
 
Futterbau- und Veredlungsbetriebe schätzen ihre aktuelle Lage gegenüber September deutlich schlechter ein. Ackerbaubetriebe kommen auf Grund wieder etwas anziehender Getreidepreise zu einer günstigeren Einschätzung. Im Durchschnitt der Befragten wird bei der aktuellen Lage ein Wert von 2,90 auf einer Notenskala von 1 bis 5 erzielt (September 2,76). Ähnlich ungünstig war der Wert zuletzt im September 2010.
 
 

Veredlungsbetriebe optimistischer

Mit dem Wert von 3,29 wird die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung kritischer beurteilt als die aktuelle Lage. Besonders negativ blicken die Futterbaubetriebe in die Zukunft. Ihr Pessimismus hat gegenüber der vorangegangenen Erhebung nochmals deutlich zugenommen. Veredlungsbetriebe dagegen sehen der Zukunft wieder etwas positiver entgegen. Der Anteil der Veredlungsbetriebe, der in Zukunft eine bessere wirtschaftliche Entwicklung erwartet, ist im Vergleich zu anderen Betriebsformen relativ hoch.
 
Weniger positiv als die Veredlungsbetriebe, aber optimistischer als die Futterbaubetriebe fallen die Zukunftserwartungen der Ackerbaubetriebe aus. Auch wenn der Preisrückgang bei vielen wichtigen Agrarerzeugnissen der Treiber für die weiter eingetrübte wirtschaftliche Stimmungslage und den Einbruch bei den Investitionen ist, so tragen die Einführung des Mindestlohnes und die Umsetzung der aktuellen Agrarreform nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zusätzlich zur Verunsicherung der Landwirte bei.
 
 

Bauern wollen weniger investieren

Die Investitionsbereitschaft der Landwirte ist nach den Ergebnissen des Dezember-Konjunkturbarometers erheblich zurückgegangen. Nur noch 34 Prozent der Landwirte wollen im ersten Halbjahr 2015 investieren.  Vor einem Jahr waren es noch entsprechend 40 Prozent. Das geplante Investitionsvolumen fällt von 6,3 auf 4,7 Milliarden Euro. Trotz starken Rückganges dominieren weiter Investitionen in Ställe und Stalltechnik mit geplanten 2,3 Milliarden Euro (gegenüber Vorjahr minus 1,3 Milliarden Euro). Mit 1,1 Milliarden Euro sind auch die Maschineninvestitionen (minus 0,2 Milliarden Euro) und mit 1,0 Milliarden Euro die Investitionen in erneuerbare Energien Biogas, Fotovoltaik, Windkraft rückläufig (minus 0,1 Milliarden Euro). 
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