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XXL-Windparks

Die 10 größten Windparks der Welt: USA hat die Hälfte - zwei in Europa

Windturbine.
am Mittwoch, 08.12.2021 - 13:21 (Jetzt kommentieren)

Die Zahl der Mega-Windparks nimmt zu. Die meisten der Giganten sind in den USA. Die größten sind in China und Indien.

Weltweit läuft der Ausbau der erneuerbaren Energien auf Hochtouren. Eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen ist die Windenergie. Weltweit werden bereits mehr als 350.000 Windkraftanlagen betrieben, sagt der Branchendienst Power Technology . Angesichts der Forderungen nach umweltverträglichen Energiequellen wird erwartet, dass die Nutzung von Windenergie in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird.

Immer mehr Länder wollen die Stromerzeugung auf Windkraft und Photovoltaik umstellen und so die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern. Gebiete in großer Höhe werden wegen der höheren Windgeschwindigkeiten und aufgrund des geringeren Widerstands für den Bau von Großanlagen bevorzugt. Der erste "Mega-Windpark" wurde im Dezember 1980 in New Hampshire (USA) mit 20 Turbinen errichtet und hatte eine Leistung von 0,6 MW. Nachfolgend sind die derzeit 10 größten Windparks der Welt aufgeführt:

1. Jiuquan Wind Power Base, China

2. Jaisalmer Wind Park, Indien

3. Alta Wind Energy Centre, USA

4. Muppandal Wind Farm, Indien

5. Shepherds Flat Winds, USA

6. Roscoe Wind Farm, USA

7. Horse Hollow Wind Energy Centre, USA

8. Capricorn Ridge, USA

9. Walney Extension Offshore, Großbritannien

10. London Array Offshore, Großbritannien

 

China und Indien ganz vorn dabei

Windpark.

Jiuquan Wind Power Base (in China) ist der weltweit größte Windpark mit einer geplanten installierten Leistung von 20 GW. Der Windpark, auch Gansu Wind Farm genannt, wird am Ende der Installation rund 7.000 Windturbinen umfassen. Weitere Anlagen sollen in den Provinzen Innere Mongolei, Jiuquan, Jiangsu, Shandong, Hebei und Xinjiang in Gansu errichtet werden. Das gesamte Projekt ist Teil des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, das im Februar 2005 in Kraft getreten ist und 200 GW Windkraft für China erreichen soll.

Trotz der hohen Stromproduktion wird der Windpark jedoch nicht ausreichend ausgelastet, da die lokale Regierung bevorzugt Kohle einsetzte und die Infrastruktur für die Stromübertragung oft fehlt. Auch die bislang zu geringe Nachfrage nach Windenergie in China und die Lage des Windparks fernab von Großstädten haben zur schlechten Auslastung beigetragen

Der Windpark Jaisalmer (in Indien) ist der größte indischen Windpark und war bis zur Errichtung der Gansu Wind Farm auch der größte Windpark der Welt. Er hat eine Leistung von 1.600 MW und wurde von Suzlon Energy entwickelt. Das Unternehmen betreibt verschiedene weitere Windparks in Indien.

Ein Megapark in den USA und einer in Indien

Das Alta Wind Energy Center befindet sich in Tehachapi, in Kalifornien. Der Windpark kann eine Leistung von 1.548 MW produzieren und seine erste Phase wurde 2011 in Betrieb genommen. Weitere Abschnitte wurden 2012 in Betrieb genommen. Es ist das größte Onshore-Windenergieprojekt in den USA. Das Projekt wurde 2014 fertiggestellt und umfasst 600 Turbinen.

Alta Wind Energy wurde entwickelt, um Edison in Südkalifornien 25 Jahre lang mit 1550 MW erneuerbarer Energie zu versorgen. Größte Hürde für den Erfolg des Projekts war die unzureichende Stromübertragungskapazität. Die lokale Regierung von South California Edison baute ein Übertragungssystem, das Tehachapi Renewable Transmission Project, um das Hindernis der Fernübertragung zu überwinden, um das Potenzial des Windparks voll auszuschöpfen.

Der Windpark Muppandal ist mit einer Leistung von 1.500 MW der zweitgrößte Windpark Indiens und umfasst mehrere Windkraftanlagen im Distrikt Kanyakumari, Tamil Nadu. Was diese Windkraftwerke umgibt, ist karges und landwirtschaftlich nicht nutzbares Land mit hohen Windgeschwindigkeiten, die für den Betrieb der Turbinen aber erforderlich sind. Der Windpark betreibt 3000 Windturbinen, vor allem um die saisonalen Monsunwinde zu nutzen, und so seine Kapazität von 1500 MW zu erreichen.

Viermal USA - und ein Deutscher (E.ON)

Windpark.

Sepherds Flat Winds befindet sich in der Nähe von Arlington im Osten von Oregon und produziert 845 MW und ist damit das fünftgrößte weltweit. Shepherds Flat Winds wird von Caithness Energy gebaut und erstreckt sich über 30 Quadratmeilen. Das Projekt erhielt 2009 Zuschüsse in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar mit einer Kreditgarantie von 1,3 Milliarden US-Dollar vom US-Energieministerium.

Roscoe Windparks befindet sich in Texas, USA und wird von E.ON Climate and Renewables aus Deutschland verwaltet und umfasst eine Fläche von 400 km² und produziert 781,5 MW aus seinen 627 Windturbinen. Das Roscoe-Projekt wurde in vier Phasen gebaut und im Oktober 2009 in Betrieb genommen.

Horse Hollow Wind Energy Centre befindet sich ebenfalls in Texas, USA, und wird von NextEra Energy Resources betrieben. Er hat eine Leistung von 735,5 MW und wurde zwischen 2005 und 2006 in vier Etappen in Betrieb genommen. Das Projekt wurde von Blattner Energy geplant und entwickelt und kann über 180.000 Haushalte mit Energie versorgen.

Capricorn ist ein weiteres in Texas ansässiges Projekt in den Vereinigten Staaten und wird von NextEra Energy Resources betrieben. Die erste Phase wurde 2007 in Betrieb genommen, mit der Endphase 2008, um eine kombinierte Leistung von 662,5 MW zu erzeugen. Investoren waren die Großbank JPMorgan Chase und GE Energy Financial Services.

Zweimal UK und wieder EON

Walney Extension Offshore befindet sich in der Irischen See und produziert eine Windkraftkapazität von 659 MW. Es liegt 19 km vor der Küste von Walney Island und umfasst 145 km². Das Projekt versorgt über 600.000 Haushalte in Großbritannien mit Strom und wird Offshore über zwei 4.000-Tonnen-Umspannwerke übertragen.

Das London Array ist hat eine Leistung von 630 MW und der 10-größte Windpark der Welt. Es befindet sich an der Themsemündung, 20 km von den Ufern von Kent und Essex entfernt. Das Projekt wurde 2013 ins Leben gerufen und wird von drei Unternehmen betrieben, nämlich Dong Energy aus Dänemark, E.On aus Deutschland und Masdar aus Abu-Dhabi.

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