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Solar

2,2 Prozent weniger Einspeisevergütung für Solaranlagen

© landpixel
von , am
05.02.2013

Berlin - Die Bundesnetzagentur hat die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen herabgesetzt. Grund ist der kräftige Zubau, der 2012 einen neuen Rekordwert erreicht hat.

Die Einspeisevergütung ist zum 1. Februar um 2,2 Prozent gesenkt worden.
Wie der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, mitteilte, sinken die Vergütungssätze im Zeitraum vom 1. Februar bis 30. April 2013 jeweils zum Monatsersten um 2,2 Prozent (%).
 
Der Grund dafür ist der kräftige Zubau bei Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) in Deutschland, der laut Bundesnetzagentur 2012 einen neuen Rekordwert von rund 7.600 MW erreichte. Laut Homann ist der gesetzlich vorgesehene Zubaukorridor, an dem sich die Vergütung des Stroms aus PV-Anlagen bemisst, im maßgeblichen Zeitraum wieder deutlich überschritten worden, obwohl sich der Zubau zum Jahresende etwas abgeschwächt habe.

Bundesverband Solarwirtschaft rechnet mit rückläufiger Marktentwicklung

Für den Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) liegt der 2012 verzeichnete Photovoltaik-Zubau im Bereich der bereits erwarteten Größenordnung. Der Verband hält einen weiterhin kraftvollen Ausbau der Photovoltaik auch in diesem Jahr zur Umsetzung der Energiewende für erforderlich, geht aber aufgrund der starken Absenkung der Einspeisevergütung von einer Abkühlung der Nachfrage aus.
Dafür spreche die rückläufige Marktentwicklung der vergangenen Monate. So habe die Nachfrage im vierten Quartal 2012 rund 65 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums gelegen. Hier zeige die deutliche Kürzung der Solarförderung ab Sommer 2012 offensichtlich Wirkung. Nach Auslaufen der letzten Übergangsfristen für große Solarkraftwerke zum 30. September 2012 seien - wie erwartet - spürbar weniger Solaranlagen installiert worden.

Intersolar 2012: Photovoltaik und Elektromobilität im Fokus (Juli 2012)

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