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Erneuerbare Energien

24 Milliarden Euro an EEG-Zahlungen

Solaranlage
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
29.12.2017

Die Zahlungen für erneuerbare Energieträger waren in Deutschland 2016 praktisch konstant. Ein Kostenfaktor explodierte jedoch.

Insgesamt rund 24,3 Milliarden Euro wurden im Jahr 2016 nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für erneuerbare Energieträger gezahlt. Damit blieb die Summe gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert, wie aus dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur hervorgeht. In den fünf Jahren davor waren die Kosten der Energiewende hingegen im Durchschnitt um rund 13 Prozent pro Jahr gestiegen.

Von den EEG-Zahlungen entfielen 2016 etwa 10,2 Milliarden Euro oder 42 Prozent auf Solarstrom. Die Betreiber von Biomasseanlagen erhielten 6,9 Milliarden Euro inklusive der Zahlungen für Flexibilität. Für Windstrom an Land wurden 4,7 Milliarden Euro fällig und für Windstrom auf See 1,9 Milliarden Euro. Windparks auf hoher See verzeichneten damit ein kräftiges Wachstum. Im Jahr 2015 waren erst 213 Millionen Euro für Windenergie auf See gezahlt worden.

Ausschreibungen für Erneuerbare drücken den Gesamtaufwand

Erstmals legte die Netzagentur auch Statistiken zu den Ausschreibungen für erneuerbare Energieträger vor. Sie zeigen, dass die Ausschreibungen das Vergütungsniveau im Durchschnitt um mehr als die Hälfte gedrückt haben. So erfolgten 2016 über 47 Prozent der Zahlungen nach festen Einspeisetarifen für nur 27 Prozent der eingespeisten Jahresarbeit. Im Rahmen der Direktvermarktung zur Inanspruchnahme der Marktprämie wurden hingegen 52 Prozent der Zahlungen für fast drei Viertel der Jahresarbeit geleistet.

Bayern profitiert am stärksten vom EEG

Regional betrachtet profitiert Bayern am stärksten vom EEG. Im vergangenen Jahr flossen mit fast 5,4 Milliarden Euro rund 22 Prozent der gesamten Fördersumme in den Freistaat. An zweiter Stelle folgte Niedersachsen mit annähernd 3,5 Milliarden Euro oder 14 Prozent.

Die eingespeiste Leistung war in Niedersachsen zwar höher. Das wurde jedoch überlagert von dem Effekt, dass in Bayern mehr relativ teurer Solarstrom erzeugt wird, während Niedersachsen bei der preiswerteren Windenergie führend ist.

Hohe Entschädigungen für reduzierte Einspeiseleistungen

Entschädigungen nach § 15 EEG

Explosiv gestiegen sind in den vergangenen beiden Jahren die Entschädigungen für reduzierte Einspeiseleistungen. Gemäß § 15 müssen Netzbetreiber die Stromerzeuger für entgangene Einnahmen entschädigen, wenn sie den Strom aus erneuerbaren Quellen wegen eines Netzengpasses nicht übernehmen können.

Im vergangenen Jahr wurden nach dieser Härtefallregelung 643 Millionen Euro an Entschädigungen fällig, mehr als doppelt so viel wie 2015. Im Jahr 2014 waren es erst 82,7 Millionen Euro gewesen. Fast drei Viertel der Entschädigungen erhielten im vorigen Jahr die Betreiber von Windkraftanlagen.

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