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Neubauförderung

Ab 20. April Förderung für energiesparende Neubauten

Ab dem 20. April gibt es wieder neue Förderungen für energieeffiziente Neubauten.
am Donnerstag, 07.04.2022 - 16:00 (Jetzt kommentieren)

Hausbauer können ab dem 20. April neue Anträge für eine staatliche Förderung energiesparender Neubauten stellen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mit.

Konkret geht es um das Effizienzhaus 40 (EH 40) und eine Förderung bei der staatlichen Bank KfW. Die Förderung ist demnach bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Eine Milliarde Euro steht für die Neubauförderung als Budget zur Verfügung.

Einbau von Gasheizungen wird zukünftig nicht mehr gefördert

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erklärte, man müsse sich darauf einstellen, dass das Budget sehr schnell ausgeschöpft sein werde.

„Um dennoch möglichst vielen Antragstellern eine Förderung zu ermöglichen, haben wir die Fördersätze reduziert. Auch die Förderbedingungen ändern wir: Wir beenden unter anderem einen Anachronismus und fördern künftig nicht mehr den Einbau von Gasheizungen. Das ist politisch allemal angezeigt.“

Die Wiederauflage der Neubauförderung gehe mit einer schrittweisen Neuausrichtung einher. Ziel sei es, diese Stück für Stück immer mehr auf Effizienz und Nachhaltigkeit auszurichten. „Parallel werden wir prioritär die dringend notwendige Sanierung fördern“, sagt er.

Neubauförderung nur noch mit Qualitätssiegel möglich

Wird das Budget dieses Jahr ausgeschöpft, soll nach Angaben des Ministeriums die Neubauförderung im Programm EH40-Nachhaltigkeit nahtlos mit anspruchsvolleren Konditionen fortgeführt werden.

Das Programm solle eine Neubauförderung nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen ermöglichen. Dieses Programm in der Stufe 2 solle bis zum 31. Dezember 2022 gelten.

Als dritter Schritt sei ab Januar 2023 ein neues umfassendes Programm mit dem Titel „Klimafreundliches Bauen“ vorgesehen.

Keine weitere Förderung für Neubauten mit Standard EH55

Zu Beginn dieses Jahres hat der Wirtschaftsminister die Zuschüsse für energieeffizientes Bauen und Sanieren der KfW-Förderbank schon vor dem Ende der Antragsfrist vorzeitig gestoppt.

Grund dafür waren eine Antragsflut und fehlende Mittel. Heftige Proteste waren die Folge. Deshalb entschied sich die Bundesregierung nachträglich doch dafür, alle eingegangenen Anträge bis zu einem bestimmten Stichtag zu bearbeiten.

Beschlossen ist nun, dass es für Neubauten mit dem Standard EH55 keine weiteren Förderungen geben wird.

Fördersumme bei Weitem nicht ausreichend

Der Präsident des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW, Axel Gedaschko, sieht in der Neubauförderung viele Möglichkeiten.

Trotzdem betont er, dass die Summe von einer Milliarde Euro zu gering sei, „denn gut die Hälfte der Wohneinheiten, die ursprünglich im frei finanzierten Wohnungsbau in diesem Jahr im EH55-Standard umgesetzt werden sollten, werden nun auf EH40 umgeplant.“

Wichtig sei vor allem, dass es nicht erneut zu einem Programmstopp wie Anfang des Jahres kommt, so Gedaschko.

Ulrich Lange, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion für Wohnen und Bauwesen, äußerte sich enttäuscht zu der Fördersumme und der Halbierung der Fördersätze.

Laut Lange sind das „gewaltige Einschnitte für Menschen, die mit den ursprünglichen Förderkonditionen gerechnet und ihre Bauten auf dieser Basis geplant hatten.“ Wie groß die Auswirkungen für Betroffene wirklich sind, bleibt abzuwarten.

Mit Material von dpa, Zeit

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