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Recht

Agrophotovoltaik: Das muss man beachten

Photovoltaikanlage auf einer Fläche
am Montag, 27.07.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Mit Agrophotovoltaik den Acker doppelt nutzen. Hört sich vielversprechend an, aber dabei gibt es einiges zu beachten.

Was ist eigentlch eine Agro-PV-Anlage? Der Begriff beschreibt die gleichzeitige Nutzung von Freiflächen für die Landwirtschaft und für die Umwandlung von solarer Strahlungsenergie in Strom. In dieser Form der Kombination aus Landwirtschaft und „Sonnenernte“ erfolgt eine so hohe Aufständerung der Photovoltaikanlagen, dass die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Fläche unterhalb der Solarmodule auch mit großen Maschinen und Traktoren möglich bleibt.

Mit Blick auf den Bodenertrag und die genutzten Feldfrüchte ist zwar in Deutschland die Verschattung durch die Solarmodule zu berücksichtigen. In besonders heißen Regionen dient die Verschattung allerdings sogar dem Ertragszweck des Boden, beispielsweise durch den Anbau von Kulturpflanzen, deren Ertrag durch Verschattung begünstigt wird, oder zum Sonnenschutz von Weidetieren.

Was ist bei der Errichtung der Agrophotovoltaik-Anlage zu beachten?

Freiflächenphotovoltaikanlagen (FFPVA) sind im planungsrechtlichen Außenbereich keine sogenannten privilegierten Vorhaben, wie zum Beispiel Windenergieanlagen. Sie sind daher regelmäßig nur zulässig, wenn die jeweilige Gemeinde, in deren Gebiet die FFPVA errichtet werden soll, einen entsprechenden Bebauungsplan für die Projektfläche aufgestellt hat.

Das gilt auch für die Agro-PV: Deren planungsrechtliche Bedeutung ändert sich durch eine hohe Aufständerung, auch bei massiven Unterkonstruktionen, nicht. Bei der Aufstellung eines Bebauungsplans muss berücksichtigt werden, dass der Flächennutzungsplan der Gemeinde ebenfalls in der Weise geändert werden muss, dass er die Grundlage des Bebauungsplans sein kann.

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