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Alternative zu Kohle: Das kann grüner Wasserstoff

Grüner Wasserstoff
am Mittwoch, 24.08.2022 - 11:20

Um die Energiewende bis 2045 zu meistern, suchen Wissenschaftler und Politiker nach mehreren, schnell umsetzbaren Konzepten. Ein Hoffnungsträger ist grüner Wasserstoff. Doch was ist Wasserstoff, was kann er und was macht ihn grün?

Wasserstoff (H) ist ein chemisches Element, das nur aus einem Proton und einem Elektron besteht. Daher liegt es unter Normalbedingungen immer in Molekülen gebunden vor, wie beispielsweise in natürlicher Verbindung mit Sauerstoff als Wasser.

Wasserstoff lässt sich ohne schädliche Abgase verbrennen

Um aus Wasserstoff das energetisch wertvolle Gas zu gewinnen, muss es erst einmal durch die Wasserelektrolyse vom Sauerstoff getrennt werden. Der gewonnene Wasserstoff soll in der Industrie eine Rolle spielen und unter anderem bei der Stahlproduktion die Kohle ersetzen, denn Wasserstoff lässt sich als Heizmittel ohne schädliche Abgase verbrennen.

Um das in den nächsten Jahren erreichen zu können, braucht es mehr Stabilität am Gasmarkt und große Mengen Strom aus erneuerbaren Energien. Wie „grün“ Wasserstoff ist, beschreibt nicht die Farbe des Gases selbst, denn das ist farblos. Es beschreibt die Methode zur Wasserstoffgewinnung, denn namentlich gibt es grünen, grauen, türkisen und blauen Wasserstoff:

Diese vier Verfahren zur Wasserstoffgewinnung gibt es

  • Grauer Wasserstoff – aus fossilem Erdgas wird Wasserstoff gewonnen. Dabei wird CO₂ abgespalten und entweicht in die Atmosphäre. Das Verfahren verbraucht 10 t CO₂ für eine gewonnene Tonne Wasserstoff.
  • Blauer Wasserstoff – dieses Herstellungsverfahren gleicht dem des grauen Wasserstoffs. Der Unterschied: Das abgespaltene CO₂ wird abgefangen und gelangt nicht in die Atmosphäre.
  • Türkiser Wasserstoff – bei der Herstellung wird Methan zerlegt. Dabei entsteht neben Wasserstoff fester Kohlenstoff anstelle des klimaschädlichen Gases CO₂. Wird der Kohlenstoff dauerhaft gespeichert, ist das Verfahren CO₂-neutral.
  • Grüner Wasserstoff – die Elektrolyse, als energetisch sehr aufwendiges Verfahren, wird hierbei rein durch Strom aus erneuerbaren Energien ermöglicht. Dadurch ist das Endprodukt von der Herstellung bis zum Verbrauch CO₂-neutral und wird als umweltfreundlichste Variante von Wasserstoff angesehen.

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