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Biogas

Anlagen-Tuning: Mehr Energie bei weniger Substrat

von , am
20.12.2013

Mehr Energie bei weniger Rohstoff aus der Biogasanlage rausholen - das soll das "Repowering"-Konzept des Herstellers SBBiogas auch bei bestehenden Anlagen möglich machen.

Enttäuscht sind die Bioenergieverbände über den Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes, weil darin Biogas weiterhin schlecht weg kommt. © Mühlhausen/landpixel
Die Zahl neuer Biogasanlagen ist stark rückläufig und soll auch so bleiben. Jetzt konzentriert sich der Hersteller SBBiogas GmbH unter anderem auf die Effizienzsteigerung bestehender Biogasanlagen. Laut Unternehmensangaben erzielen SBBiogas-Anlagen durch das neue "Repowering"-Konzept zur maximalen Methanausbeute aus Gülle und Energiepflanzen im Vergleich zu üblichen Anlagen um 20 bis 30 Prozent mehr Energie bei weniger Rohstoff-Einsatz.
 

Neues Verfahren

SBBiogas hat eine Verfahrenstechnik zur maximalen Methanausbeute aus Gülle und Energiepflanzen entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine verfahrensspezifische Kombination aus thermophiler Vergärung (mit über 50°C) mit mesophiler Nachgärung (44°C). Das Ganze wird in einem Behälter aus Stahlbeton und langjährig erprobten Betonschutzsystemen, mit einem innen liegenden thermophilen Fermenter und einem außen liegenden Nachfermenter realisiert. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt vor allem in der Flexibilität bezüglich der Einsatzstoffe.
 

Jedes Substrat einsetzbar

Mit diesem Verfahren können auch problematische Substrate wie Hühnertrockenkot, Putenmist oder Zuckerrüben in größeren Mengen eingesetzt werden. Durch die Verwendung dieser Einsatzstoffe können den Betreibern entscheidende Kostenvorteile entstehen. Bei der gleichen Menge Substrat mit können bis zu 30 Prozent mehr Energie als vorher produziert werden. Dies wurde laut SBBiogas in einem unabhängig durchgeführten DLG-Test bestätigt. Das Testzentrum der DLG hat den Anlagentyp der SBBiogas GmbH getestet und hat bezogen auf die aktuellen KTBL-Werte eine 26 Prozent höhere Biogasproduktion festgestellt.
 

SB-Biogas saniert bestehende Anlagen

SBBiogas bietet die Sanierung bestehender Biogasanlagen. Das Angebot beginnt mit einer Anlagenanalyse. Um sich an den veränderten Rahmenbedingungen neu ausrichten zu können, kommt alles auf den Prüfstand, egal ob Kostenstruktur oder nicht hinreichendes Projektmanagement. Der Wirkungsgrad einer Anlage hat hohen Einfluss auf die zu erwartende Rendite, deshalb müsse die Kostenstruktur optimiert werden. Zur Effizienzsteigerung müssen alle technischen Möglichkeiten und leistungssteigernde Sanierungsmaßnahmen bis hin zur Lieferung von Einzelkomponenten ausgeschöpft werden.
 

Laboruntersuchung der Substratmischung

In einem chemisch und mikrobiologisch ausgestatteten Labor führt das Unternehmen spezifische Untersuchungen und begleitende Messungen durch. Ein wichtiger Baustein dieser Untersuchungen sind die Nährstoffanalysen für Makro-, Mikronährstoffe und Spurenelemente. Nach Auswertung aller untersuchten Daten kann dann eine entsprechende Substratmischung mit den nötigen Hilfsstoffen den Biogasanlagen zugeführt werden. So erhält der Betreiber eine Kontrolle über den Anlagenstatus und sei somit in der Lage, die Energieproduktion der Biogasanlage und deren Erträge immer am Optimum zu fahren.
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