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Biogas

Aufpassen beim Fermenter- und Fahrsilobau

von , am
27.12.2013

Straubing/Rottersdorf - Um Fehler zu vermeiden, sollte beim Fermenter- und Fahrsilobau der aktuelle Stand der Technik eingehalten werden. Ein Fachbetrieb sollte beauftragt werden.

Auch der Fachverband Biogas weist auf deutliche Einschnitte im Neuanlagengeschäft auf dem Biogasmarkt hin. © Mühlhausen/landpixel
Wer eine Biogasanlage betreiben möchte, wird beim Bau von Fermentern und Fahrsilos mit erheblichen Kosten konfrontiert, die sich langfristig lohnen müssen. Darauf hat das Centrale Agrar-, Rohstoff-, Marketing- und Energie-Netzwerk (CARMEN) im Nachgang seines Fachgesprächs zum Fermenter- und Fahrsilobau hingewiesen. Um Fehler zu vermeiden, sollte daher beim Bau der aktuelle Stand der Technik eingehalten werden. Eine Instandhaltung und gegebenenfalls eine erforderliche Sanierung sollten außerdem zum richtigen Zeitpunkt und mit der notwendigen Sorgfalt durchgeführt werden. Sonst könnten erhebliche Folgekosten und auch Gewässerverunreinigungen auftreten. Entsprechend der Anlagenverordnungen dürften nur Fachbetriebe die Anlagen einbauen, aufstellen, instandhalten und reinigen.

Große Belastungen

Norbert Zitzmann vom Technischen Prüfdienst Bayern (TPD) empfahl die Führung eines Bautagebuchs. Auch bei der Bauabnahme gelte es, Vorsicht walten zu lassen, da eine Nutzung bereits als Abnahme gelte. Verjährungsfristen sollten ebenfalls beachtet werden. Sinnvoll sei es, das Projekt kurz vor Ablauf der Frist nochmal auf mögliche Mängel zu prüfen. Martin Peck von Betonmarketing Süd erläuterte die Anforderungen an Beton in der Landwirtschaft. Zum Teil müsse der Baustoff extremen chemischen, physikalischen und mechanischen Belastungen standhalten, sei allerdings auch auf eine kürzere Lebensdauer ausgelegt.
 
Bei Bestellungen sei es wichtig, genau zu wissen, was das Material können müsse und diese Vorgaben mit einem Betontechnologen vorab zu klären. Betonmengen über einem Kubikmeter sollten nicht mehr selber gemischt werden. Letztlich müssten unbedingt die Wartezeiten vor der Nutzung eingehalten werden, damit die Wände aushärten könnten. CARMEN erklärte des Weiteren, dass eine Rissbildung zum Betonbau grundsätzlich dazugehöre. Kleinere Risse könnten sich dabei weitestgehend selber verfüllen, solange ausreichend Zeit und Wasser im Behälter vorhanden sei. Gegen Säureangriffe bei Fermentern und Fahrsilos seien zudem Schutzanstriche eine wichtige Maßnahme.

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