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Ban Ki-moon: Müssen Anteil Erneuerbarer bis 2030 verdoppeln

von , am
24.04.2012

Washington - Der Zugang zu Energie hat eine zentrale Bedeutung für Jobs, Transporte, Wasser, Abwasser und Klima. Die UNO fordert deshalb bis 2030 eine Verdopplung des Anteils Erneuerbarer Energien.

UNO Generalsekretär Ban Ki-moon (re) begrüßt IWF-Direktorin Christine Lagarde bei der G-20 Konferenz in Washington. © UN Photo/Mark Garten
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat zu einer Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien in den kommenden zwei Jahrzehnten aufgerufen. "Es ist möglich, wenn wir politische Führung zeigen", sagte Ban vergangenen Freitag während einem Treffen mit den Finanzministern der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) in Washington. Bisher beträgt der weltweite Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch 16 Prozent.

Müssen unser Verhalten ändern

Die Verdopplung dieses Anteils bis 2030 ist Teil einer Initiative, der gesamten Weltbevölkerung Zugang zu Strom zu ermöglichen. "Wir müssen sehr sparsam mit Energie umgehen und unser gesamtes Verhalten zuhause und im Büro verändern", forderte Ban. Rund 1,3 Milliarden Menschen - etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung - haben nach UNO-Angaben keine Elektrizität, während 2,7 Milliarden Menschen keinen sauberen Brennstoff zum Kochen und Heizen haben. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge unterstrich Ban die zentrale Bedeutung von Energie für Jobs, Transport, Wasser, Abwasser und das Klima.
 
Im Juni treffen sich 120 Staaten in Brasilien zur UNO-Umweltkonferenz Rio+20, auf der über nachhaltige Entwicklung diskutiert werden soll. Am Montag sagte die Europäische Union den Entwicklungsländern für die kommenden zwei Jahre zusätzlich 50 Millionen Euro für technische Hilfe zur Förderung erneuerbarer Energien zu. Die EU will damit ermöglichen, bis 2030 eine halbe Milliarde Menschen mit erneuerbaren Energien zu versorgen.

 
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