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Biomasse

Biodieselabsatz weiter gesunken

von , am
21.03.2014

Berlin - Der Absatz von Biodiesel ist in Deutschland 2013 vergleichsweise stark zurückgegangen. Im vergangenen Jahr sollen nur noch 1,6 Millionen Tonnen herkömmlicher Biodiesel verrnarktet worden seien.

Geht es nach dem EU-Abgeordneten sollen zukünftig nur noch max. 7 Prozent der Biokraftstoffe vom Acker kommen. © landpixel
Laut Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Außenkontrolle (BAFA) ist der Absatz von Biodiesel2013 um 300.000 Tonnen auf rund 2,2 Millionen Tonnen zurückgegangen. Gleichzeitig stellte Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) fest, dass der tatsächliche Rückgang an Pflanzenölmethylester noch viel dramatischer ausfalle, weil die Angaben der BAFA auch die abgesetzte Menge an Hydriertem Pflanzenöl (HVO) und Biodiesel aus Abfallölen berücksichtige.
 
Unter der Annahme einer HVO-Verkaufsmenge wie 2012 von rund 420.000 t sowie eines geschätzten Absatzes von bis zu 200.000 t Biodiesel aus Abfallöl habe sich die tatsächliche Vermarktung von herkömmlichen Biodiesel im vergangenen Jahr auf nur noch etwa 1,6 Millionen t belaufen.
 

Reinkraftstoffvermarktung bedeutsam

Die Verbrauchstatistik verdeutlicht laut UFOP die Bedeutung der Reinkraftstoffvermarktung in den Jahren 2007 bis 2008 und die ab 2009 eingeführte energetische Gesamtquote von 5,25 Prozent und deren Anhebung auf 6,25 Prozent für den Zeitraum 2010 bis 2014. Der mit der Beschlussfassung des Biokraftstoffquotengesetzes politisch gewollte Mengenausgleich zur Kompensation der schrittweisen Reduzierung der Steuerbegünstigung - seit Januar 2013 werde Biodiesel voll besteuert - werde jedoch durch die Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfallölen und durch HVO-Importe unterlaufen, beklagte die Förderorganisation. Von 2010 bis 2012 war der Biodieselabsatz in Deutschland insgesamt bereits um etwa 200.000 t gesunken
 
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