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Biogas: 200 Mio. t CO2 eingespart

CO2-Preis
am Dienstag, 14.01.2020 - 10:39 (Jetzt kommentieren)

Deutsche Biogasanlagen haben von 1992 bis heute 200 Mio. t CO2 vermieden, indem sie mitunter fossile Brennstoffe kompensiert haben.

Die Einsparung an klimaerhitzenden Emissionen durch Biogasanlagen sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Einerseits durch die Bereitstellung von Strom, Wärme und Kraftstoff aus regenerativen Quellen und damit der Kompensierung fossiler Brennstoffe; andererseits durch die Vergärung von Gülle, aus der ohne Biogasanlagen in offenen Güllelagern das Klimagas Methan entweicht.

Mit einer „Klimauhr“ auf seiner Homepage dokumentiert der Fachverband Biogas e.V. sekundengenau die eingesparte CO2-Menge. Am Montag den 13.01. wurde die 200 Mio. t Marke erreicht. Die Menge entspricht in etwa dem jährlichen CO2-Ausstoß von 10 Millionen Deutschen bzw. den Emissionen von über 50 Millionen Flügen von Brüssel nach New York.

Steigerung der Effizienz

„Der Beitrag von Biogas ist von großer Bedeutung für das Erreichen der Klimaschutzziele – insbesondere im Sektor Landwirtschaft“, betont der Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Dr. Claudius da Costa Gomez. Potenzial sieht er unter anderem in der Effizienzsteigerung, beim Ausbau der Güllevergärung, der Nutzung von ökologisch besonders wertvollen Pflanzen und bei der Bioabfall-Verwertung. „Um dieses Potenzial zu heben, braucht die Branche verlässliche Rahmenbedingungen - und dabei ist eine auskömmliche Vergütung für die Bereitstellung klimafreundlicher Energie von zentraler Bedeutung“, sagt der Geschäftsführer mit Blick auf die in diesem Jahr anstehende Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Klimafreundliche Wärme

Aktuell erzeugen in Deutschland gut 9.500 Biogasanlagen Strom für 9,5 Millionen Haushalte. Zusätzlich werden rechnerisch 1,1 Mio. Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgt. Sie vermeiden damit rund 20 Mio. Tonnen CO2. Dies ließe sich bei geeigneten Rahmenbedingungen noch deutlich steigern und wäre ein großer Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung.

Die Basis der Kalkulation für die Klimauhr sind die Rechenregeln aus der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II (RED II) der EU-Kommission
. Bei der Umsetzung des Rechners sind Annahmen des Fachverbandes Biogas eingeflossen, die eine einfache Anwendung ermöglichen.

Mit Material von Fachverband Biogas

Faktencheck: CO2-Ausstoß Deutschland

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