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Biogasanlage

Biogas: Mit Abwärme Garnelen züchten

Krustentier
am Dienstag, 03.09.2019 - 08:42 (Jetzt kommentieren)

Die VitaShrimp GmbH züchtet Garnelen in Augsburg, Bayern. Die Wärme dafür liefert Landwirt Xaver Mayr mit seiner Biogasanlage.

Garnelen vom Bauernhof? Mitten in der bayerischen Provinz? Fernab von Meer und Tropen? Die VITAshrimp GmbH von Geschäftsführer Thomas Wachinger und Landwirt Xaver Mayr hat den Schritt gewagt. Seit 2016 sind sie im Garnelengeschäft. Die Biogasanlage von Landwirt Mayr liefert die Wärme für die Garnelenzucht, damit es die Tiere angenehm haben.

Auf dem Hof von Mayer züchten sie die White-Tiger-Garnele, lateinisch Litopenaeus vannamei. Sie wird bei Wassertemperaturen zwischen 26 und 30 °C aufgezogen. „Täglich benötigen wir etwa eine Leistung von 10 kWh an Biogasabwärme. Je nach Außentemperatur mal mehr, mal weniger“, meint der Landwirt. „So kann ich die Biogasabwärme sinnvoll nutzen und verdiene zudem Geld mit dem Verkauf der Garnelen.“ Ein kg Garnelen kostet 65 Euro.

Hohe Investitionskosten

Auch wenn Mayr Energiekosten sparen kann, bleibt die Garnelenzucht ein teures Geschäft; zusätzlich zu den Energie- und Futterkosten fallen Investitionen und Löhne an. „Bei uns beliefen sich die Investitionskosten auf rund 100.000 Euro, ohne Lohnkosten, denn wir haben im Eigenbau meinen alten Stall umgebaut und alle Installationen selbst gemacht“, sagt der Landwirt.

Ein weiterer Kostenpunkt sind die Ausgaben für die importierten Setzlinge. Denn weltweit gibt es bislang nur wenige Züchtereien. Diese sind  in den USA und eine in Italien. Aus Asien, wo die Tiere an vielen Stellen erhältlich wären, können mangels Gesundheitsnachweis derzeit keine Einfuhren erfolgen. Daher kommt es auch häufig zu Lieferschwierigkeiten.

Vermarktung vor allem über Ab-Hof-Verkauf

"Wir würden auch mehr produzieren, wenn wir mehr Larven bekommen würden“, sagt Landwirt Mayr. Derzeit produziert die VITAshrimp GmbH 600 kg Garnelen pro Jahr. Dennoch wollen Mayr und Wachinger die Anlage vergrößern,- denn der Markt ist da. Der Verkauf der Augsburger Garnelen läuft neben dem Ab-Hof-Verkauf vor allem über Restaurants, Feinkost- und Einzelhandel. „Jeden Samstag verkaufen wir unsere Garnelen im eigenen Hofladen“, sagt der Landwirt. Da die Nachfrage der Kunden deutlich das Angebot übersteigt, wollen wir die  bestehende Anlage verdoppeln“, so Mayr.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie im aktuellen agrarheute Energie Magazin.

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