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Biogas

Biogas: Potential künftig noch besser ausschöpfen

von , am
16.07.2012

Leipzig - Erkenntnisse aus dem Labor direkt in der Praxis testen. Das ist mit einer neuen Biogas-Forschungsanlage möglich.

Andreas Müller, Erster Bürgermeister der Stadt Leipzig, Daniel Mayer, Prof. Dr. mont. Michael Nelles, Bundesministerin Ilse Aigner und Dr. Fritz Jaeckel, Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (v. li.). © Antje Sauerland/BMELV
Die Bioenergie macht in Deutschland bereits heute knapp 70 Prozent des Aufkommens aller erneuerbaren Energien aus. Mehr als 14 Prozent des erneuerbaren Stroms und fast zwölf Prozent der erneuerbaren Wärme werden derzeit aus Biogas gewonnen.
 
Neue Forschungsmöglichkeiten gibt es in diesem Bereich ab sofort im Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig, wo Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner eine neue Forschungs-Biogasanlage in Betrieb genommen hat. "Um das Potenzial der Biogasproduktion voll auszuschöpfen, brauchen wir intensive Forschung. Nur so können wir Verbesserungsmöglichkeiten erkennen und umsetzen", sagte Aigner am Freitag in Leipzig.
 
Neue Konzepte und technische Lösungen im Test
 
Das Deutsche Biomasseforschungszentrum forscht entlang der gesamten Nutzungskette von der Produktion über die Bereitstellung bis zur Nutzung von Biomasse nach neuen Konzepten und technischen Lösungen. Die neue Forschungsbiogasanlage ergänzt die umfangreiche Laborausstattung des DBFZ und ermöglicht es, Erkenntnisse aus dem Labor künftig direkt in der Praxis zu erproben. Außerdem können neue Technologien unter genau definierten Bedingungen mit kalibrierter Messtechnik evaluiert werden. Bislang hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das DBFZ bereits mit über 6,3 Millionen Euro unterstützt. Für den Bau der Biogas-Forschungsanlage hat die Bundesregierung weitere 2,7 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung gestellt.

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