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Biogas

Biogasanlagen: Gärreste nutzbar machen

von , am
21.10.2011

Bad Homburg/Großhelfendorf - Optimierte Prozesse in Biogasanlagen sind der Schwerpunkt der inocre Umwelttechnik GmbH. Auf der Agritechnica präsentiert sie dazu verschiedene Dienstleistungen.

Die Idee hinter dem Projekt lautet, einen doppelten Nutzen für die Holz- und Biogas-Branche zu schaffen. © inocre Umwelttechnik GmbH
Die biologischen Prozesse in einer Biogasanlage sind sehr komplex und von mehreren Faktoren abhängig. Viele Anlagen arbeiten heute mit den unterschiedlichsten Substratzusammensetzungen; von Gülle und Maissilage über Speise- und Gartenabfälle bis hin zu Grünschnitt und Hühnertrockenkot.
 
Die inocre Umwelttechnik GmbH gehört zur Fritzmeier Group und hat jetzt am Firmensitz in Großhelfendorf ein eigenes Biogastechnikum eröffnet. Auf der Agritechnica präsentiert das Unternehmen verschiedene Dienstleistungen zur Prozessoptimierung in Biogasanlagen.

Gärsubstratanalyse für Biogasanlagen

Nach dem EEG 2009 ist eine Abdeckung des Endlagers für alle BImSchV genehmigungspflichtigen Biogasanlagen, die ab dem Jahr 2009 gebaut werden, vorgeschrieben, um die Emission von Restgas zu vermeiden. In vielen Fällen ist jedoch auch bei Anlagen, die vor dieser Gesetzesregelung gebaut wurden, eine nachträgliche Abdeckung sinnvoll. inocre Umwelttechnik kann durch eine Gärrestpotentialbestimmung einen Nachweis der Methanemission in unabgedeckten Endlagern erbringen.

Ungenutzte Methanerträge verwerten

In einem Zeitraum von 60 Tagen wird nach der VDI-Richtlinie 3.475 das durch den Gärrest produzierte Gas gesammelt und bzgl. der Gaszusammensetzung untersucht. Die gewonnenen Daten lassen Rückschlüsse auf die biologischen Prozesse im Hauptfermenter und im Nachgärer zu. Auf dieser Basis erfolgt durch erfahrene Biogasspezialisten eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, wobei geprüft wird, ob eine nachträgliche Abdeckung des Endlagers sinnvoll ist bzw. ob die Vergärung im Hauptfermenter und im Nachgärer optimiert werden kann. Auch eine eventuell gesetzlich vorgeschriebene Abdeckungspflicht lässt sich damit überprüfen.
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