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Biogas

Biogasanlagen verschärfen Nährstoffüberschüsse

von , am
10.06.2013

Vechta - In der Region Oldenburger Münsterland wurde laut eines Untersuchungsberichts das Nährstoffüberschussproblem durch den Betrieb von Biogasanlagen verschärft.

Der KTBL-Wirtschaftlichkeitsrechner Biogas bietet eine Hilfe für die Investitionsentscheidung bei Biogasanlagen. © Mühlhausen/landpixel
Aus dem "Zwischenbericht über das Nährstoffaufkommen und die Nährstoffströme im Oldenburger Münsterland" geht hervor, dass vermehrt Nährstoffe in Form von Futtermitteln aus Ackerbauregionen ins Oldenburger Münsterland importiert werden, da der Anbau von Bioenergiemais zu einem Flächenentzug für die Veredlungsbetriebe geführt hat. Deutlich werden laut agrar + ernährungsforum Oldenburger Münsterland (aef) in dem Papier die Lücken im rechtlichen Bereich angesprochen, die seitens des Landes dringend geschlossen werden sollten, um mehr Transparenz und eine lückenlose Nachverfolgbarkeit zum bestimmungsgemäßen Einsatz der Nährstoffe zu ermöglichen.
 

Mehr Daten bis Herbst

Vergangene Woche stellte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Grünen Zentrum Vechta der Expertengruppe "Effizienz der Stoffströme" die Erkenntnisse vor. Diese Arbeitsgruppe, der neben Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung auch Landwirte und Lohnunternehmer angehören, ist Teil des Projekts "Bioenergieregion Südoldenburg", dessen Leiter der frühere niedersächsische Landwirtschaftsminister Uwe Bartels ist.
 
Bartels stellte in Aussicht, dass mit den von der Kammer insgesamt erhobenen Meldungen der exportierten Nährstoffe im Frühherbst eine exakte Datenbasis für einen Soll-Ist-Vergleich der Nährstoffströme vorliegen werde. Auf dieser Basis lasse sich feststellen, wie hoch der Handlungsbedarf tatsächlich sei. "Wir werden uns dieser Herausforderung stellen", betonte der frühere Agrarressortchef.
 
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