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Energieeffizienz

Biokraftstoffe: EU-Parlament fordert Palmölverbot ab 2021

Palmölplantage
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Anke Fritz, agrarheute
am
18.01.2018

Das EU-Parlament hat seine Position für das nun folgende Trilogverfahren zur Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie festgelegt. Palmöl soll ab 2021 in Biokraftstoffen verboten werden.

Das Parlament sprach sich für verbindliche EU-weite Zielvorgaben aus, die eine Verbesserung der Energieeffizienz um 35%, einen Mindestanteil von 35% der Energie aus erneuerbaren Quellen am Bruttoendenergieverbrauch und einen Anteil von 12% der Energie aus erneuerbaren Quellen im Verkehrssektor bis 2030 vorsehen.

  • Bis 2030 soll die EU die Energieeffizienz um 35% steigern
  • Anteil erneuerbarer Energien sollte 35% des Gesamtverbrauchs betragen
  • Die Abgeordneten stimmten für ein Verbot von Palmöl in Biokraftstoffen ab 2021

Verkehr: 12 Prozent muss aus erneuerbaren Quellen stammen

Ab dem Jahr 2030 muss jeder Mitgliedstaat dafür sorgen, dass 12% der im Verkehr verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt. Der Anteil von sogenannten Biokraftstoffe der ersten Generation (aus Nahrungs- oder Futtermittelpflanzen) sollte auf die Werte von 2017 bzw. auf maximal 7% im Straßen- und Schienenverkehr begrenzt werden. Die Abgeordneten fordern auch ein Verbot der Verwendung von Palmöl ab 2021.

Der Anteil der modernen Biokraftstoffe (die eine geringere Auswirkung auf die Landnutzung haben als Biokraftstoffe aus Nahrungsmittelpflanzen), der erneuerbaren Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs, der fossilen Brennstoffe auf Abfallbasis und der Elektrizität aus erneuerbaren Quellen muss 2021 mindestens 1,5% betragen und bis 2030 auf 10% ansteigen.

Mit Material von EU-Parlament
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