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Biomasse

Biokraftstoffe: EU-Richtlinie überdenken

von , am
22.01.2014

Berlin - Parallel zur Grünen Woche hat in der Hauptstadt der Biokraftstoffkongress stattgefunden. Im Mittelpunkt stand dabei die Politik der Europäischen Union.

Die Veranstalter des Kongresses Dietrich Klein vom BDBe, Helmut Lamp vom BBE, Stephan Arens von der UFOP und Elmar Baumann vom VDB auf der Pressekonferenz in Berlin. © Felix Mayer/agrarheute.com
Zwei Tage lang diskutierten über 500 Teilnehmer über Rohstoffe, Technologien und neue Märkte. Ein zentrales Thema war neben einzelnen Fachfragen auch die zukünftige Politik der Europäischen Union.
 
Auf der Pressekonferenz der Veranstalter des Biokraftstoffkongresses machte der Vorsitzende des Bundesverbandes Bioenergie (BBE), Helmut Lamp deutlich, was er in der kommenden Legislaturperiode von den Abgeordneten in Brüssel erwartet: "Der vorliegende Gesetzesentwurf der EU-Kommission muss im Mai vom neugewählten Europäischen Parlament erneut auf den Prüfstand."

"Eine innovative Branche wird ausgebremst"

Hintergrund ist, dass die Verbände der einzelnen Biokraftstoffsparten einen noch nicht abgeschlossenen Vorschlag der Kommission zur Änderung von zwei Richtlinien über die Nutzung von Biokraftstoffen kritisieren.
 
Mitglieder des Europäischen Parlaments waren auch auf dem Kongress vertreten und diskutierten auf einer Podiumsdiskussion über die Auswirkungen der künftigen EU-Biokraftstoffpolitik auf die internationale Biokraftstoffindustrie.
 
Zeitgleich zur Tagung sorgte der Entwurf von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) für regen Gesprächsstoff. Dieser Vorschlag sieht unter anderem vor, den jährlichen Zubau von höchstens 100 Megawatt für Bioenergie zu begrenzen. Lamp kritisierte den Vorschlag scharf und merkte an: "Eine sehr innovative Branche wird hier ausgebremst."
 
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