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Biokraftstoffe: Oettinger lehnt ambitionierte Ziele ab

von , am
08.02.2012

Brüssel - EU-Energiekommissar Günther Oettinger rät von zu ehrgeizigen Zielen bei Biokraftstoffen ab. Er plädiert für einen maßvollen Einsatz, weil die Umweltwirkung der Biotreibstoffe umstritten sei.

Die Forschung macht's möglich: Biokraftstoffe aus Abfallprodukten © Mühlhausen/landpixel
Auch für das Jahr 2030 solle es bei einer verbindlichen Vorgabe von zehn Prozent Anteil von erneuerbarer Energie am Transportsektor bleiben, betonte der Kommissar am Dienstag in Brüssel. Die zehn Prozent gelten zwar schon für 2020. Aber ein ambitionierteres Ziel lehnt Oettinger ab, da in den kommenden Jahren weder bei Elektrofahrzeugen noch bei Biotreibstoffen der zweiten Generation mit einem Durchbruch zu rechnen sei, meint er.
 
Wenn der Transportsektor als Vorreiter in der Klimapolitik nicht in Frage komme, müssten andere Sektoren dies ausgleichen. Der Energiekommissar möchte die Vorgaben von 20 Prozent für die Treibhausgas-Einsparungen bis 2020 anheben. Bis 2030 kann er sich Vorgaben von 40 bis 45 Prozent verstellen. Einsparpotenziale sieht er vor allem bei der Stromerzeugung. Ende 2013 werde die Kommission einen Vorschlag für die Klimaziele im Jahr 2030 vorlegen, kündigte Oettinger an.
 

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