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Biogas

Biomethan aufbereiten mit innovativen Membranverfahren

von , am
25.08.2014

Sachsendorf - Biogasaufbereitung wird wahrscheinlich künftig stärker an Gewicht gewinnen. Eine Referenzanlage in Sachsen-Anhalt demonstriert eine zukunftsweisende Technik mittels Membranverfahren.

Bislang gibt es keinen Hinweis auf Botox-Bakterien in niedersächsischen Biogasanlagen. © Rebecca Kopf/agrarheute.com
Damit Biogas im Erdgasnetz der Bundesrepublik verfügbar gemacht werden kann, muss es zunächst aufbereitet werden. Das Rohbiogas wird dazu von CO2 gereinigt. In Sachsendorf, Sachsen-Anhalt, steht eine Referenzanlage zur Biomethanaufbereitung und -einspeisung, die Biomethan durch innovative Membranverfahren erzeugt.
 
"Diese Technologie ist zukunftsweisend - die Biogasaufbereitung wird in künftig stärker an Gewicht gewinnen", betonte Peter Bleser. Am vergangenen Mittwoch machte sich der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft (Bmel) ein Bild von der Technik.

Membranverfahren überzeugt in Punkto Kosteneffizienz

Bleser zeigte sich nach Berichten des Bmel beeindruckt. Das innovative Membranverfahren zur Biomethanaufbereitung überzeuge in der Praxis, stellte Bleser fest. "Es ist kosten- und energieeffizienter als konventionelle Verfahren. Zudem entstehen weniger Abfälle und Abwässer, die entsorgt oder aufbereitet werden müssen. Das schont die Umwelt und unsere natürlichen Ressourcen", sagte der Staatssekretär.
 
Aus seiner Sicht ist Biomethan ist ein elementarer Bestandteil der Energiewende. Mit dem Erdgasnetz sei ein komplexer Speicher vorhanden, der das "Multitalent Biomethan" bundesweit verfügbar macht.
 
Das in Sachsendorf eingespeiste Gas kann etwa in Hamburg Wohnungen heizen oder in München Erdgasautos betanken. Es könnte aber auch deutschlandweit Strom erzeugen. Die Anlage in Sachsendorf wurde im Jahr 2012 in Betrieb genommen.
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