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Blühstreifen statt Mais für Biogasanlagen

Blühwiesen als Futter für Biogasanlagen

Biomasse und Artenvielfalt scheinen oft ein unüberwindbarer Gegensatz zu sein. Mit dem Effekt, dass der Rentabilität wegen, monotone Maisfelder vielerorts das Bild der deutschen Landwirtschaft prägen.

am Dienstag, 14.09.2021 - 05:00

Schuld an der monotonen Maislandschaft ist die ausbleibende Förderung von Blühflächen. Ein Versäumnis, auf das immer mehr Landwirte durch eigenes Engagement aufmerksam machen möchten. Denn Biogasanlagen müssen rentabel sein.

Der Beitrag des Bayrischen Rundfunks zeigt: Eine Förderung von Blühwiesen hätte viele Vorteile.

Rentabilität: Mehrere Hundert Euro weniger

Mais steht nach wie vor im Vordergrund. Je nach Bundesland, erhalten Landwirte einen mehrere Hundert Euro größeren Förderbetrag gegenüber Blühstreifen. Finanzielle Nachteile für Landwirte sind eine Seite der Medaille, auf der anderen Seite haben Biologen und Bauern erkannt: Blumen haben vielseitige Positiveffekte.

Neben der Aufwertung der Böden und des Edaphons wird durch Blühflächen auch die oberirdische Artenvielfalt im Tier- und Pflanzenreich deutlich erhöht.

Futter für die Biogasanlage: Auf Artenvielfalt setzen

Biogasanlagenbetreiber befürchten, dass Blühstreifen langfristig wieder aus der Kulturlandschaft verschwinden werden. Trotz ihrer Bereitschaft, auf doppelt so hohe Ernteerträge zu verzichten, fehlen Finanzierungshilfen. Ihr Wunsch für die Zukunft: Eine rentable, staatliche Förderung, die mehr Artenvielfalt möglich macht.