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EEG und Biogas

Brauchen Betreiber von Biogasanlagen bald Nachhaltigkeits-Zertifikat?

Große Biogasanlage von oben
am Donnerstag, 04.11.2021 - 11:45 (Jetzt kommentieren)

Die neue EU-Energierichtlinie ist seit Juli 2021 in Kraft und das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) muss diese Richtlinie in nationales Recht umwandeln. Wer feste und gasförmige Biomasse in Anlagen über 2 MW Feuerungswämeleistung verfeuert oder verheizt, sollte aktiv werden. Die Vergütung durch das EEG droht auszulaufen.

Betreiber von großen Biogasanlagen, ab 2 MW Feuerungswärmeleistung, müssen nach der EU-Energierichtlinie bald nachweisen, dass für die Produktion der genutzten Rohstoffe festgelegte Nachhaltigkeitsanforderungen eingehalten werden. Darauf weist das Zertifizierungsunternehmen SGS hin. Zu den Nachhaltigkeitsanforderungen zählen neben Umwelt- und Sozialstandards auch der Schutz von erhaltenswerten Naturschutzflächen, wie etwa Torfmoore, Grünland und Wälder. Laut einer Pressemitteilung der SGS Germany, müssen allein in Deutschland etwa 2.500 Biogasanlagen zertifiziert werden, damit sie weiterhin von den Vergütungen durch das EEG profitieren.

Nachhaltigkeit vom Acker bis zum Bioenergieproduzenten

„Unser Eindruck ist, dass die Informationen zu den Auflagen der EEG-Vergütung noch nicht bei allen großen Anlagenbetreibern angekommen ist“, erklärt Sven Theml, Business Development Manager beim SGS Kompetenzzentrum für weltweite Zertifizierungen im Bereich Biokraftstoff und Bioenergie in Emstek. Von hier aus das Unternehmen in Niedersachsen dafür, eine nachhaltige Wertschöpfung vom Acker bis zum Bioenergie- und Biokraftstoffproduzenten für Kunden der SGS nachzuweisen. Dafür werde es von einem globalen Netzwerk aus qualifizierten Auditoren unterstützt, die vor Ort die Nachhaltigkeit der Produktion von Biokraftstoffen und Bioenergie auf jeder Ebene der Lieferkette kontrollieren und zertifizieren.

Viele Landwirte und Biokraftstoffproduzenten haben bereits eine global anerkannte Biomasse-Zertifizierung der SGS erhalten, so das Unternehmen. Auch bei der Treibhausgasberechnung bietet die SGS Know-how an, um festgelegte Grenzwerte einzuhalten und diese nachzuweisen.

Nachweis soll zur Förderung führen

Die Nutzung von Biomasse ist ein wichtiger Ansatz zur Sicherung der Versorgung mit Energie und Kraftstoff. „Die nachhaltige Produktion dieser Biomasse ist dabei unabdingbar, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, erklärt Theml. Die Zertifizierungssysteme ISCC, REDcert und SURE sollen den von der EU-Kommission geforderten Standards entsprechen, mithilfe derer der benötigte Nachweis zur Förderung erbracht werden kann.

Die SGS (ganz: Société Générale de Surveillance) ist als weltweit agierendes Unternehmen in den Bereichen Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren tätig - unter anderem in der Landwirtschaft und dem Energiesektor.

Mit Material von SGS Deutschland

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