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Biomasse

Brunner eröffnet Infozentren für Energiepflanzen

von , am
23.07.2014

Beim Anbau von Energiepflanzen setzen viele Landwirte bisher hauptsächlich auf Mais. Um das zu ändern, hat Bayern jetzt zehn Informations- und Demonstrationszentren zum alternativen Biomasse-Anbau eingerichtet.

Beim Anbau von Energiepflanzen setzen viele Landwirte bisher hauptsächlich auf Mais. © Mühlhausen/landpixel
Es ist ein in Deutschland einzigartiges Angebot. In den bayernweiten Informations- und Demonstrationszentren können sich Landwirte, Grundeigentümer, Berater, aber auch interessierte Gruppen wie Jäger, Imker und Naturschützer an Praxisbeispielen über mögliche Alternativen zum Mais informieren. "Ich möchte auch beim Anbau von Energiepflanzen eine stärkere Fruchtfolge erreichen", sagte der bayerische Minister am Dienstag beim Projektstart im Landkreis Ebersberg.
 
Mehr Abwechslung komme der Kulturlandschaft zugute und verbessere die Akzeptanz der Biogasproduktion in der Gesellschaft. Und die ist laut Brunner unerlässlich, denn: "Energie aus Biomasse bleibt auch künftig ein unverzichtbarer Baustein in einem zukunftsfähigen Energiemix für Bayern."

Pflanzenbauexperten geben Auskunft

Die zehn Informations- und Demonstrationszentren stehen ab sofort für Besichtigungen zur Verfügung. Sie bieten wertvolle Einblicke in neue, aber auch klassische Kulturen und Wildpflanzenmischungen sowie unterschiedliche Anbausysteme wie Untersaaten in Getreide, Mischanbau im Mais oder verschiedene Fruchtfolgemöglichkeiten. Informationstafeln liefern Detailinformationen über die einzelnen Energiepflanzen und Mischungen. Zudem stehen an allen Zentren erfahrene Pflanzenbauexperten für Fragen und Auskünfte bereit.
 
Für das Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Landesanstalten für Landwirtschaft und für Weinbau und Gartenbau sowie des Technologie- und Förderzentrums für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing hat Brunner 730.000 Euro zur Verfügung gestellt.
 

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