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Ceres-Award-Gewinner

So produziert der Energielandwirt des Jahres nachhaltig Strom

Ein Biobetrieb im Schwarzwald erzeugt Fleisch von HInterwälder Rinder, Dinkel, Einkorn und Hafer. Außergwöhnlich ist die Biogasanlage, die komplett wärmegeführt ist und den Strom immer dann ins Netz liefert, wenn besonders viel Bedarf ist. So betreibt der Ceres-Gewinner Wolfram Wiggert nachhaltige Landwirtschaft.

am Dienstag, 28.01.2020 - 10:17

Wolfram Wiggert ist Energielandwirt des Jahres 2019. Er produziert auf dem Haslachhof in Löffingen nicht nur biologisch erzeugte Lebensmittel, er prozuziert auch klimafreundlich Strom und Wäme aus Biogas.

Ausbau zum Haupterwerbsbetrieb

Vom Nebenerwerbslandwirt zum großen Biobetrieb mit Biogasanlage in zwei Generationen. So lässt sich die Geschichte des Haslachhof in Löffingen in einem Satz beschreiben. Warum Betriebsleiter Wolfram Wiggert Energielandwirt beim Ceres Award wurde, bedarf ein paar mehr Sätze.

Weg vom klassischen ging schon der Vater Herbert Wiggert. Als weichender Erbe baute er den Hof, so zu sagen, aus dem Nichts auf und stellte schon 2003 auf biologische Wirtschaftsweise um. ZIel war es nachhaltiger im Einklang mit der Natur zu wirtschaften. Im Jah 2006 kam eine Biogasanlage hinzu.  Der Mist der Mutterkuhherde sowie Wiesen- und Kleegras, Luzerne und Mais dienten als Treibstoff für die Methanbakterien.

 

Gezielt mit Gülle düngen

Seit 2012 teilen sich Wolfram Wiggert und seine Frau Eva die Betriebsleitung: Das Betriebskonzept ist recht einfach. Der Aufwuchs der Leguminosen wie Luzerne und Kleegras füttert gemeinsam mit Grünroggen und Mais die Biogasanlage. Der Gärrest dient dann als Dünger für die Marktfrüchte und den Mais. Rund 18 m³ Gärrest stehen je Hektar zur Verfügung. So kann der Biobetrieb zielgericht die Marktfrüchte mit Dünngülle oder den abseparierten Feststoffen düngen.

 

Humus als CO2-Senke

Bei der Biogasanlage stand von Anfang an ein Wärmekonzept im Mittelpunkt. So wird die gesamte Abwärme in das Nahwärmenetz der Stadtwerke Löffingen eingespeist.

Neben der ökologischen Strom- und Wärmeerzeugung liegt ihm der Humusgehalt im Boden sehr am Herzen. Für ihn ist ein hoher Humusgehalt wie ein Sparbuch. Mit dem Zuwachs will er eine CO2-Senke schaffen und in den Zertifikatehandel einsteigen.

Mehr über die Ziele und Beweggründe der Familie Wiggert lesen Sie in der Februarausgabe von agrarheute.

 

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