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Wettbewerb

CeresAward 2019: Die Finalisten der Kategorie Energielandwirt

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am Donnerstag, 11.07.2019 - 05:00

Diese Landwirte sind für die Shortlist des CeresAward 2019 in der Kategorie Energielandwirt nominiert.

Am 16. Oktober 2019 werden bei der Nacht der Landwirtschaft in Berlin bereits zum sechsten Mal die besten Landwirtinnen und Landwirte aus dem deutschsprachigen Raum gekürt. In zwölf Kategorien von A wie Ackerbauer bis U wie Unternehmerin ermittelte die Jury mit Vertretern aus Unternehmen und von Verbänden sowie Redakteuren von agrarheute die jeweiligen Finalisten.

Aus ihnen werden bei der Galaveranstaltung im Oktober die Kategoriensieger und aus diesen schließlich der Gesamtsieger gekürt, die Landwirtin oder der Landwirt des Jahres 2019. Deutz-Fahr unterstützt den CeresAward wieder als Hauptsponsor.

Wolfram Wiggert aus Baden-Württemberg

Rund 500 ha bewirtschaftet der Haslachhof in Löffingen im Schwarzwald. Und das ökologisch. Betriebszweige sind Marktfruchtbau, Mutterkuhhaltung und schließlich die Energieerzeugung. Die Biogasanlage erzeugt umweltfreundlichen Strom und Wärme, ein Teil geht direkt ins städtische Nahwärmenetz.

Fast aller Input für die Anlage kommt vom Hof von Wolfram Wiggert. Dabei nutzt er das für die Fruchtfolge notwendige Luzerne-Gras. Anschließend werden mit den Gärresten Marktfrüchte wie Einkorn oder Hafer gedüngt. Eine Mutterkuhherde mit 35 Hinterwäldern mit Direktvermarktung des Fleisches rundet das Betriebskonzept ab. Ein weiterer Ansatz ist die CO2-Speicherung durch den Humusaufbau. Der Verkauf von CO2-Zertifikaten trägt zusätzlich zum Unternehmensgewinn bei.

Franz Dorner aus Österreich

Franz Dorner in St. Gertraud in Kärnten hat seine kleine Landwirtschaft kräftig umgekrempelt; von einem Gemischt- zu einem Hähnchenmast-Betrieb. 150.000 Masthähnchen produziert der Kärntener im Jahr. Für die nötige Wärme in der Mast sorgt eine 400-kW-Hackschnitzelheizung, die mit Holz aus seinen 27 ha Wald befeuert wird.

Neben der Hähnchenmast ist Franz Dorner Pionier in Sachen Photovoltaik. Schon seit 2002 investiert er in den Sonnenstrom. Heute reichen seine 1,1 Mio. kWh für rund 350 Haushalte. Aber damit nicht genug: Zurzeit plant Dorner den Bau eines Pufferspeichers für 40.000 l. Auch ein stillgelegtes Wasserkraftwerk möchte er  übernehmen. Ein weiteres Projekt ist die Planung des Windparks Bärofen mit sechs Windrädern mit je zwei Megawatt Leistung. Hier soll Strom sogar für 11.000 Haushalte erzeugt werden.

    Michael Müller aus Baden-Württemberg

    Milch und Energie erzeugt Michael Müller auf seinem 200-ha-Betrieb in Bad Wurzach im Allgäu. 175 ha davon sind Grünland und Futtergrundlage für 210 Milchkühe der Rasse Braunvieh. Alles auf dem Hof ist Teil eines Kreislaufs: Die Gülle der Kühe vergärt in einer Biogasanlage zu Methan. Aus dem Methan entsteht Strom und Wärme. Der Strom versorgt 250 Familien und die anfallende Wärme schließlich nutzt der Betrieb zum Trocken von Heu und zum Heizen. Am Ende landet das Biogassubstrat als wertvoller Dünger auf den Wiesen. So wiederum erzeugt Landwirt Müller hochwertiges Futter für die Milchviehherde.

    Die Dächer des Hofs sind zusätzlich mit Photovoltaikanlagen eingedeckt. Als Eigenstrom lässt er sich prima in der eigenen Molkerei und anderen Bereichen nutzen.

    Die Nacht der Landwirtschaft: Impressionen vom CeresAward

    Saal beim Ceres Award
    Auf dem Ceres Award
    Gewinner Ceres Award 2017
    Musiker auf dem Ceres Award
    Schnittchen
    Unterhaltung auf dem Ceres Award
    Artistin auf dem Ceres Award
    Klöckner hält Rede
    Auf dem Ceres Award
    Gewinner des Ceres Award
    Gewinner des Ceres Award
    Auf dem Ceres Award
    Auf dem Ceres Award
    Ceres Award in Berlin