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Wettbewerb

CeresAward 2020: Die Finalisten der Kategorie Energielandwirt

CeresAward 2020 Logo Solaranlage Energiewirt
am Freitag, 14.08.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Diese Landwirte sind für die Shortlist des CeresAward 2020 in der Kategorie Energielandwirt nominiert.

Im Herbst ist es wieder soweit. Dann steht fest, welcher der 30 Finalistinnen und Finalisten des CeresAward 2020 den begehrten Titel des Landwirt des Jahres 2020 gewinnen wird. Momentan liegt es noch an der Jury, die aus Vertretern aus Unternehmen und Verbänden sowie Redakteuren von agrarheute besteht, den Finalisten auf ihren Höfen auf den Zahn zu fühlen. Halten die Bewerbungen, was sie versprechen? Unterstützt wird der CeresAward auch in diesem Jahr wieder von Hauptsponsor Deutz-Fahr.

Marius Pötting aus Salzkotten-Scharmede (Nordrhein-Westfalen)

Wenn einer erst nicht will, will er hinterher umso mehr. So ähnlich geht es Marius Pötting aus Salzkotten-Scharmede. Er wollte den elterlichen Hof nicht übernehmen und hat in Brasilien und Honduras gelebt. Ein Augenöffner war für ihn die Arbeit mit landlosen Bauern. Heute ist er selbst Bauer, weil er die Welt nachhaltig gestalten will.

Den Biohof betreibt er in einer Gemeinschaft mit 18 Menschen, die gemeinsam leben und arbeiten. Standbeine des Betriebs sind Mutterkuhhaltung und Direktvermarktung von eigenen Produkten und solchen aus der Region. Die Energie für all das erzeugt der Betrieb selbst. Sei es über ein Windrad, mehrere Photovoltaikanlagen, eine Hackschnitzelheizung oder einen Holzvergaser. Und was übrig ist, geht ins Netz oder versorgt ein Nahwärmenetz.

Ludwig Knoll aus Würzburg (Bayern)

Das Weingut am Stein der Familie Ludwig Knoll erzeugt mit einem Team von 25 Mitarbeitern Spitzenweine auf Steillagen rund um Würzburg. Das Besondere: Die Bewirtschaftung der Rebflächen erfolgt biodynamisch im Einklang der Natur. Für die Nähstoffe sorgt eine ausgeklügelte Kompostwirtschaft, zusätzlich kommen biodynamische Präparate zum Einsatz.

Nachhaltigkeit bedeutet hier aber auch, dass Niederschlagswasser genutzt wird. Dabei dienen die Zisternen nicht nur als Speicher, sondern gleichzeitig als Wärme- oder Kältequelle. Weitere Energie erzeugen Wärmepumpen und Solarthermie. Auch im Weinkeller zeigt sich die biodynamische Wirtschaftsweise: Betoneier oder Ton-Amphoren ersetzen Edelstahlfässer. Alles nach der Philosophie, Spitzenweine im Einklang mit der Natur zu erzeugen.

Paul Schweihofer aus Mertingen (Bayern)

Viele träumen davon: aus Mist Geld machen. Paul Schweihofer ist da auf dem besten Weg. Er macht nämlich aus Abfall Energie. Eine lohnende Geschäftsidee für den Landwirt und Biogasanlagenbetreiber aus Mertingen. Anstatt Mais und andere Feldfrüchte zu Strom und Wärme zu vergären, nutzt das Bio Energie Centrum BENC Abfall. So landet der Inhalt vieler Bioabfalltonnen in der Anlage. Hinzu kommen Grünschnitt, Gemüseabfälle und Landschaftspflegematerial von Mertinger Höll und Donau-Ries.

Und schließlich lassen sich auch noch vermeintlicher Abfall aus der Molkerei, der Zuckerfabrik, der Pommesproduktion und als Krönung 500 t Pferdemist zu Strom veredeln. Eine Mio. kW/h Strom für über 2.200 Haushalt kommen dabei heraus. Eine saubere Sache.

Alle News und Impressionen rund um die Hofbesuche bekommen Sie auf der Facebook-Seite und der Instagram-Page des CeresAward.

Impressionen vom CeresAward aus Berlin

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