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Wettbewerb

CeresAward 2022: Die Finalisten in der Kategorie Energielandwirt

CeresAward 2022 Kategorie Energielandwirt
am Donnerstag, 07.07.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Diese drei Landwirte haben es in die Shortlist für den CeresAward 2022 in der Kategorie Energielandwirt geschafft.

Die Juroren des CeresAwards in der Kategorie Energielandwirt, bestehend aus Nicolette Emmerich (Redakteurin agrarheute Energie), Bettina Bischoff (Agentur für Erneuerbare Energien) und Dr. Matthias Baum (R & V Allgemeine Versicherung) haben die drei Finalisten besucht. Am 12. Oktober 2022 ist es dann so weit und die Sieger werden auf dem Galaabend im Zoopalast Berlin gekürt. Wir freuen uns.

Hannes Porzelt aus Itzgrund (Bayern)

„Diese Biogasanlage liefert Energie und schützt das Klima.“ Dieser Spruch ziert die Biogasanlage von Biolandwirt Hannes Porzelt. Die Güllekleinanlage ist im Februar 2016 in Betrieb gegangen und hat eine Leistung von 75 kWel. Der Landwirt füttert sie überwiegend mit Gülle und Mist seiner 150 Milchkühe. Der Strom fließt zu 100 Prozent ins öffentliche Netz. Die Abwärme wird überwiegend als Prozesswärme für die Biogasanlage selbst genutzt. Der Rest geht im Winter ins Wohnhaus der Familie Porzelt und im Sommer trocknet der Junglandwirt damit das Getreide. Auch der Strom von seiner 2009 gebauten Photovoltaik (PV)-Anlage mit einer Gesamtleistung von 90 kWp geht in das öffentliche Netz. 2016 kam noch eine 30 kWp-PV-Eigenstromanlage hinzu.

Rainer Carstens aus Wöhrden (Schleswig-Holstein)

Tomaten über Tomaten, soweit das Auge reicht. Das rote runde Gemüse von Biolandwirt Rainer Carstens wächst in einem 4 ha großen Gewächshaus in Wöhrden im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Damit die Tomaten der Westhof Bio -Gemüse GmbH & Co. KG nicht frieren müssen, hält sie zu 100 Prozent die Abwärme der Biogasanlage warm. Zusätzlich versorgt Carstens mit dem Strom der Anlage 7.000 Haushalte. Die Biogasanlage läuft ausschließlich mit Gemüseresten und Grasschnitt. Das dabei entstehende Gärsubstrat setzt der Landwirt anschließend als Biodünger im Gemüseanbau und im Gewächshaus ein. Auch für Abluft der Biogasanlage hat Carstens noch eine Verwendung: Gereinigt leitet er sie als Dünger in sein Gewächshaus

Benno Föcke aus Haselüne (Niedersachsen)

Gemächlich drehen sich die grauen Rotorblätter des Windrads von Landwirt Benno Föcke im Wind. Dabei werfen sie ihre Schatten auf seine Biogas- und Photovoltaikanlage. Begonnen hat der Einstieg in die Erneuerbaren Energien bereits 1996 mit einem 500 kW Windrad, mittlerweile beläuft sich die regenerative Energieerzeugung auf 2,35 MW. Hinzu gekommen sind eine Biogasanlage mit rund 1.500 KW Leistung mit flexibler Fahrweise und ein 600 m3 Wärmespeicher. Gefüttert wird die Biogasanlage mit Gülle seiner 1.400 Schweine und Mais von seinen 230 ha großen Feldern. Auf den Stalldächern hat der Energielandwirt zudem mehrere PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 350 kW installiert, 160 kW dienen zur eigenen Stromversorgung.

CeresAward 2022: Diese Landwirte stehen im Finale

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