Login
Solar

Chile: DEG finanziert Solarstromproduktion

von , am
01.01.2014

Köln - Die Atacama-Wüste in Chile gilt als sonnenreichster Ort der Erde. Trotzdem verfügen die PV-Anlagen dort nur über eine Kapazität von 3,6 Megawatt. Der Solarpark La Huayca soll nun ausgebaut werden.

Der Anteil von erneuerbaren Energien in Chile soll deutlich gesteigert werden. © rwe
Die nordchilenische Atacama-Wüste gilt als sonnenreichster Ort auf der Erde, die Intensität der Sonneneinstrahlung verändert sich im Jahresverlauf kaum. Ideale Voraussetzungen also für eine zuverlässige und konstante Solarstromproduktion. Trotzdem verfügen die dort installierten Photovoltaik-Anlagen zusammen nur über eine Kapazität von 3,6 Megawatt. Der Solarpark La Huayca hat daran einen Anteil von 1,4 Megawatt, die Kapazität dieser Pilotanlage soll nun auf 30,5 Megawatt ausgebaut werden.

Anteil Erneuerbarer Energien steigern

Für die nötigen Investitionen stellt die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH der Betreibergesellschaft SPS LA HUAYCA S.A. ein Darlehen von 18,5 Millionen. US-Dollar bereit. An der Finanzierung beteiligen sich auch die zur Weltbankgruppe gehörende IFC - International Finance Corporation als Lead-Arranger mit einem Darlehen von 14 Mio. US-Dollar sowie das von der kanadischen Regierung finanzierte IFC-Canada Climate Change Program mit ebenfalls 14 Millionen US-Dollar.
 
Die chilenische Stromversorgung hängt größtenteils von fossilen Brennstoffen ab, der Anteil von erneuerbaren Energien soll aber deutlich gesteigert werden. Anlagen wie La Huayca können hier eine Vorbildfunktion haben - auch bei der Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen: Die Anlage soll den Ausstoß von 24.500 Tonnen CO2 pro Jahr verhindern, die bei der herkömmlichen Stromerzeugung entstehen würden.

Beitrag zur Entwicklung

An La Huayca ist mehrheitlich der deutsche Photovoltaikhersteller saferay holding GmbH beteiligt. "Die Erfahrungen mit dem Betrieb der Pilotanlage sind die Voraussetzung für unsere Erweiterungspläne gewesen" erklärt Dr. Marko Schulz, Gründer und Geschäftsführer der saferay holding GmbH mit Sitz in Berlin.
 
Viele deutsche Unternehmen verfügen im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz über Know-how, das in Entwicklungs- und Schwellenländern gefragt ist. Mit ihrem Engagement können die Firmen Beiträge zur Entwicklung leisten und zugleich von den Chancen profitieren, die diese Märkte bieten. Die Finanzierung und Begleitung deutscher Unternehmen zählt ebenso wie der Klima- und Umweltschutz zu den strategischen Schwerpunkten der DEG.

Interview: Was wollen wir? - Energiewende oder Klimawandel

Auch interessant