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Dorf und Familie

Defekt an Biogasanlage: 5.000 Liter Gülle ausgelaufen

© NABU/Volker Leipzig
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Eva Eckinger , agrarheute
am
26.06.2015

Aus einer Biogasanlage sind am Mittwoch mehrere Tausend Liter Gülle in ein Gewässersystem gelaufen. Erste verendete Fische wurden bereits entdeckt. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet.

Tausende Fischkadaver schwammen in der Peene. Die Tiere waren ersten Ermittlungen zufolge erstickt. © NABU/Volker Leipzig
Wie die Polizeiinspektion Lüneburg mitteilt, kam es am Mittwoch durch ausgelaufene Gülle zu einer erheblichen Verunreinigung von zwei Gewässern im Landkreis Uelzen/Gifhorn. Der Fluss Aue sowie der Parksee in Bad Bodenteich seien großflächig verschmutzt. Als Verursacher konnte eine Biogasanlage identifiziert werden.
 
Ersten Ermittlungen zufolge waren mehrere Tausend Liter Gülle beziehungsweise Gärsubstrat in den Wasserkreislauf geraten.

Strafverfahren eingeleitet

Als die Polizei am Mittwoch Nachmittag alarmiert wurde, wies die Aue bereits eine starke Trübung mit deutlicher Geruchsbildung auf. Zur gleichen Zeit wurden im Bereich Bodenteich mehrere bereits verendete Fische entdeckt. Umgehend wurden von den zuständigen Behörden Proben zur Beweissicherung genommen. Darüber hinaus leitete die Polizei mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg ein Strafverfahren wegen Gewässerverunreinigung ein.

Verursacher identifiziert

Inzwischen konnte der Verursacher ermittelt werden, wie die Polizeiinspektion Lüneburg bekannt gibt. Ersten Ermittlungen zufolge waren gut fünf Kubikmeter Gülle beziehungsweise Gärsubstrat aus einer Biogasanlage in Bokel im Landkreis Gifhorn ausgetreten.
 
Die Flüssigkeit lief infolge einer technischen Ursache oder eines Defekts aus der Anlage und gelangte in den Wasserkreislauf. Das zuständige Gewerbeaufsichtsamt untersucht zusammen mit der Polizei nun die genauen Umstände.
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