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Windenergie

Deutsche Windanlagenbauer stehen unter Druck

am Montag, 20.08.2018 - 10:14 (Jetzt kommentieren)

Windanlagenbauer in Deutschland kämpfen mit Preisdruck und leiden unter der Auftragsflaute aus dem vergangenen Jahr.

Der Umsatz und das operative Ergebnis der Hersteller Nordex und Senvion brachen im ersten Halbjahr erneut ein, wie sie am zulezt mitteilten. Unter dem Strich schrieben die Unternehmen rote Zahlen.

Windräder bringen weniger Geld

Wie andere Hersteller der Branche kämpfen die beiden Unternehmen damit, dass zwar immer mehr Windräder installiert werden, diese jedoch weniger einbringen als früher. Grund dafür ist der Wechsel von festen Einspeisetarifen hin zu Auktionen. Europaweit finden Ausschreibungen für neue Anlagen inzwischen überwiegend über eine Auktion statt, was Preise drückt. Dies gilt vor allem für Anlagen an Land, da der Markt zunehmend gesättigt ist und Subventionen heruntergefahren werden.

Erholung erst ab 2020

Der deutsche Markt gilt dabei als besonders schwierig. Nordex-Chef José Luis Blanco geht erst ab 2020 von seiner Erholung aus. Die Jahre davor dürften schwierig bleiben. Deshalb expandierten Nordex wie andere Hersteller in neue Märkte. Stärkste Einzelmärkte seien bei den Aufträgen Brasilien, Mexiko und die USA. In Europa seien es Frankreich, die Türkei und Schweden.

Umsatz von Nordex deutlich eingebrochen

Der Umsatz von Nordex brach in den ersten sechs Monaten um mehr als ein Drittel auf 957 Millionen Euro ein. Unter dem Strich schrieb der Konzern einen Verlust von gut 40 Millionen Euro. Bei Senvion rutsche der Umsatz im ersten Halbjahr um fast 44 Prozent auf 466 Millionen Euro ab.

Mit Material von dpa

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