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Biomasse

Deutschland will Produktion von Biostrom bis 2020 fast verdoppeln

von , am
27.04.2011

Berlin - Deutschlands Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner will die Ökostromgewinnung bis 2020 drastisch erhöhen.

Landwirtschaftsministerin Aigner will die Anbaufläche für Energiepflanzen von aktuell 1,8 Millionen auf etwa drei Millionen Hektar erweitern.
Wie sie in der aktuellen Ausgabe der Passauer Neuen Presse erklärte, könne die Anbaufläche für Energiepflanzen von aktuell 1,8 Millionen "auf etwa drei Millionen Hektar erweitert werden", wodurch mehr als 45 Terawattstunden Biostrom pro Jahr erzeugt werden könnten. Das entspricht fast einem Drittel jener Strommenge, die im Vorjahr von den 17 Kernkraftwerken des Landes erzeugt wurden. "Unsere Landwirte werden in Zukunft auch immer mehr zu Energiewirten - und das, ohne bei der Lebensmittel- und Futterproduktion große Abstriche zu machen", sagte die Politikerin.
 
In Deutschland werden derzeit auf 15 Prozent der gesamten agrarischen Fläche von zwölf Millionen Hektar Energiepflanzen erzeugt. Mehr als 65 Prozent der erneuerbaren Quellen stammten bereits aus Biomasse, der Rest aus Wind, Wasser und Sonne.

Zunächst Energieeffizienz steigern

Bevor es aber an die Flächenausweitung gehe, sei es notwendig, die Energieeffizienz deutlich zu steigern, betonte Aigner laut APA. Die künftige Herausforderung bestehe darin, die höchstmögliche Energieeffizienz pro Hektar zu erreichen. Auch wenn die Landwirtschaft ihren Anteil an der Produktion der Erneuerbaren noch ausbauen könne, hätte der Anbau von Nahrungsmitteln grundsätzlich immer Vorrang vor Energiepflanzen. "Teller und Tank sind aber durchaus miteinander in Einklang zu bringen", so die deutsche Landwirtschaftsministerin.
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