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Lieferstopp

Droht Deutschland bald ein Engpass mit Gas?

Erdgas
am Dienstag, 26.04.2022 - 05:00 (1 Kommentar)

Aufgrund des andauernden Ukraine-Kriegs bereitet sich die Bundesnetzagentur weiterhin auf einen Erdgas-Engpass vor. Daher hat die Behörde eine Datenerhebung bei den deutschen Gasnetzbetreibern gestartet.

Die Bundesnetzagentur trifft weiter Vorkehrungen, um sich auf einen möglichen Gasengpass vorzubereiten. Die Behörde startet daher eine Datenerhebung bei den deutschen Gasnetzbetreibern. "Wir bereiten uns intensiv auf eine Lage vor, in der die Bundesnetzagentur    Lieferreduzierungen von großen Gasverbrauchern verfügen muss. Gleichzeitig tun wir alles, damit diese Situation nicht eintritt", sagte Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller.

Die Datenabfrage bei den Netzbetreibern diene der Vorbereitung auf eine ab Mai geplante weitere Datenabfrage bei den deutschen Gas-Großverbrauchern ab einer Anschlusskapazität von 10 MW/h. Zum Vergleich: Ein Musterhaushalt hat einen Verbrauch von rund 20 MW pro Jahr.

Wie stabil ist die Gasversorgung in Deutschland?

Im Krisenfall, etwa einem Lieferstopp für russisches Erdgas, wäre es die Aufgabe der Behörde, die knappen Gasmengen zu verteilen. Mit den Daten will die Netzagentur im Ernstfall die Folgen von Maßnahmen für die betroffenen Letztverbraucher und für die Gesellschaft bestmöglich einschätzen können. "Aus den Abfrageergebnissen wird keine feste Abschaltreihenfolge abgeleitet", betonte die Behörde. Die Daten sollen in einer sogenannten Sicherheitsplattform Gas zusammengeführt werden.

Die Gasversorgung in Deutschland sei stabil, berichtete die Bundesnetzagentur. "Es sind keine Beeinträchtigungen der Gaslieferungen nach Deutschland zu verzeichnen." Die Füllstände der Gasspeicher seien mittlerweile deutlich höher als im Frühjahr 2018 und 2021.

Mit Material von dpa

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